Wetter spielt nicht mit

Bilanz zum Schongauer Volksfest fällt gemischt aus

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„Teils, teils“ – das ist die Bilanz des 157. Schongauer Volksfestes für Organisator und Schausteller Ronny Grubart. Vor allem das regnerische und kalte Wetter am Wochenende hielt wohl viele Besucher ab.

Schongau – Ein durchwachsenes Fazit zieht Veranstalter Ronny Grubart für das 157. Schongauer Volksfest, das am Montag nach fünf Tagen zu Ende gegangen ist. Vor allem das Wetter hat wohl einige Besucher davon abgehalten, viel Zeit auf dem Festplatz zu verbringen. Die Abende im Festzelt waren allerdings meist gut besucht.

Mit dem Start am Donnerstag zeigt sich Veranstalter Ronny Grubart sehr zufrieden: Am meisten freut den Schausteller, dass in diesem Jahr acht Vereine an dem traditionellen Einzug teilgenommen haben. „Das zeigt, dass die Schongauer ihr Volksfest annehmen“, so Grubart. Schwierig für die Schausteller war natürlich das kalte und auch nasse Wetter. „Die sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt er. Gerade am Wochenende aber meinte es Petrus nicht gut mit dem Fest der Schongauer. Bei so einem Wetter ziehe es natürlich keine Besucher raus. Auch bei dem in diesem Jahr wieder neu aufgelegten Tag der Betriebe war nicht viel los.

Gut besucht hingegen waren die Abende mit den Bands ­„Manyana“ und „Kzwoa“. Und auch das große Feuerwerk am Freitagabend war ein Besuchermagnet – und das Zelt im Anschluss proppevoll. Der Montag bildete mit dem Kinder- und Seniorennachmittag den Abschluss. Sowohl die junge als auch ältere Generation nutzten die Gelegenheit und kamen zahlreich. Ein Highlight war, laut Ronny Grubart, hier die Kinder-Olympiade, die der Schongauer SPD-Vorsitzende Daniel Blum als Julius Caesar verkleidet leitete. Hier standen Disziplinen wie Sackhüpfen und ein Quiz auf dem Programm.

Trotz allem sei es wunderschön gewesen, sagt der Schausteller aus Isny. „Ich schiebe jetzt einfach alles auf das Wetter.“ Trotzdem: Mit so einem Fest sind natürlich auch gigantische Kosten verbunden. Grubart ist aber dennoch davon überzeugt, dass es „Quatsch“ wäre, jetzt alles hinzuschmeißen: „Wir sind mittlerweile auf einem guten Level.“ Grubart organisiert das Schongauer Volksfest bereits das dritte Mal in Folge. Wie es im nächsten Jahr weitergehen soll, darum will er sich erst in ein bis zwei Wochen Gedanken machen. Vor allem aber würde er sich Feedback wünschen, was noch besser werden muss. Und natürlich für nächstes Jahr: „Endlich normales Wetter.“

Für Bürgermeister Falk Sluyterman war der Freitagabend mit dem Feuerwerk und der Partyband „Manyana“ das Highlight. Aber auch sonst zeigt er sich zufrieden mit dem Volksfest: „Es waren viele attraktive Fahrgeschäfte da, das Bier hat geschmeckt und das Essen war auch gut“, sagt Sluyterman. Er habe außerdem mit vielen Besuchern gesprochen und immer ein positives Feedback erhalten. Die Frage sei nun allerdings, wie man die Leute, die nicht da waren, auch noch zum Volksfest kriegt. Schließlich sei es natürlich das Fest der Schongauer, aber auch der ganzen Region. Nicht umsonst spielte am letzten Abend die Peitinger Kapelle im Festzelt. Wie man mehr Besucher anziehen könnte, muss sich aber erst noch zeigen. Sluyterman hat Veranstalter Ronny Grubart auf jeden Fall am Dienstag aus Schongau verabschiedet und ihm einen Regenschirm überreicht – „als Zeichen, dass wir ihn nicht im Regen stehen lassen“, so der Bürgermeister.

Auch aus polizeilicher Sicht verlief das 157. Schongauer Volksfest sehr ruhig, wie Polizeihauptkommissar Toni Müller gegenüber dem Kreisboten betont. Freitagabend sei man gerufen worden, weil das Zelt angeblich zu laut sei, so Müller. Das habe sich aber letztendlich nicht bestätigt. 

Astrid Neumann

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