Zukunftsstandort Altenstadt

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zu Besuch in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne

Beim Gefechtsdienst auf der örtlichen Hindernisbahn zeigte sich Ministerin Kramp-Karrenbauer beeindruckt davon, wie leistungsfähig die Männer und Frauen nach erst sechs Wochen Ausbildung am Hindernisparcours schon waren. Links neben der Ministerin der Chef der mit der Ausbildung betrauten 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-bataillons 3, Major Börge Franz und der Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Sven Tillery (rechts).
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Beim Gefechtsdienst auf der örtlichen Hindernisbahn zeigte sich Ministerin Kramp-Karrenbauer beeindruckt davon, wie leistungsfähig die Männer und Frauen nach erst sechs Wochen Ausbildung am Hindernisparcours schon waren. Links neben der Ministerin der Chef der mit der Ausbildung betrauten 2. Kompanie des Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-bataillons 3, Major Börge Franz und der Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Sven Tillery (rechts).

Altenstadt – „Für mich war das heute ein sehr interessanter Nachmittag bei einer wirklich wichtigen Einrichtung der Bundeswehr“. Es war eine durchweg positive Bilanz, die die Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrem am vergangenen Dienstag durchgeführten Besuch in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Altenstadt vor ihrer Rückreise nach Berlin zog. 

Die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte war zwei Tage vor Himmelfahrt zum Dienstaufsichtsbesuch an den Standort gekommen, um sich unter anderem beim Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillon 3 ein Bild über den Leistungsstand der dort in der Ausbildung befindlichen künftigen militärischen Führungskräfte zu verschaffen. An gleich drei Stationen wurde ihr dieser zunächst anhand der Ausbildung der Soldaten am Maschinengewehr 3, danach bei der Sportausbildung und der damit verbundenen Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie letztlich beim Gefechtsdienst auf der örtlichen Hindernisbahn demonstriert. Bei der letzten Station war auch die Steigerung der Fertigkeiten im Umgang mit dem Sturmgewehr G 36 eines der Ausbildungsziele.

Die Ministerin befand, dass mit den durchgeführten Ausbildungen unerlässliche militärische Grundlagen geschaffen würden. „Wenn die Grundlage nicht richtig gelegt wird, wird alles andere schwierig“, gab sie hinsichtlich der Wichtigkeit einer gezielten und fundierten Ausbildung zu verstehen. Sehr beeindruckt zeigte sie sich davon, wie weit die Männer und Frauen am Hindernisparcours nach erst sechs Wochen Ausbildung im Hinblick auf ihre Einsatzfähigkeit schon waren. Das sei ein gutes Zeichen, welches sie auch mit einem großen Kompliment an die Ausbilder vor Ort verband.

Hernach stand mit der Luftlande-/Lufttransportschule verzugslos die zweite große Dienststelle am Standort auf dem weiteren Besuchsprogramm der Ministerin.

Genauso wie schon zuvor beim Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillon 3 mit dessen Kommandeur Oberstleutnant Sven Tillery führte sie auch bei der Schule ein Führungsgespräch mit deren Leiter, Oberstleutnant Udo Francke.

Nachfolgend wurden ihr an vier Stationen die wesentlichen Aufgabenbereiche sowie auch einige der laufenden und abgeschlossenen Infrastrukturmaßnahmen vorgestellt und erläutert.

Sie gab nach der Einweisung zu verstehen, dass sie die Nutzung von virtuellen und digitalen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Luftverladeausbildung beim Rundgang durch das Air Movement Training Center sehr beschäftigt habe. Dabei handele es sich ihrer festen Überzeugung nach um eine Fähigkeit, die insbesondere auch bei den internationalen Einsätzen nachgefragt werde. Beim bevorstehenden Rückzug aus Afghanistan zum Beispiel gelte es, das gesamte Material geordnet zurück zu führen. Ohne die Kapazitäten und ohne das Personal, das die hierfür benötigten Fähigkeiten habe, sei dies ihr zufolge nicht möglich. „Es war sehr beeindruckend hier zu sehen, wie mit modernster Technologie, nämlich virtueller Realität sozusagen Ausbildungsgrundlagen gelegt werden“ befand sie dazu. Vor allem, dass man in Altenstadt eine Ausbildungsstelle habe, die es so in ganz Europa nicht gebe und die in Kürze entsprechend zertifiziert werde „damit wir auch europäisch die entsprechende Anerkennung finden. Das heißt wirklich Spitzenbeding-ungen, Spitzenausbildung hier vor Ort am Standort“.

Die guten Bedingungen beträfen auch das Thema Heeresflughafen, so die Ministerin weiter. Sie habe sich die Modernisierungen angeschaut und wolle die Gelegenheit nutzen, den zivilen Bauverwaltungen hier in der Region ein großes Lob und ein herzliches Dankeschön auszusprechen. Die Bundeswehr investiere seit einiger Zeit einiges in ihre Standorte und man sei schon deshalb auf eine gute Zusammenarbeit mit den zivilen Baubehörden angewiesen. Dass nicht immer alles richtig funktionieren würde, habe zumeist nichts mit dem Willen zu tun, sondern damit, dass auch die zivilen Behörden oft nicht so ausgestattet seien wie sie es sein sollten. „Hier vor Ort ist das anders“, stellte sie erfreut fest.

Letztlich sei aber auch das Thema Sprungdienst beeindruckend für sie gewesen. Weil der Bedarf in der Bundeswehr nach ausgebildeten Sprungdienstfähigkeiten immens groß sei, bilde man hier gleichsam über die Struktur hinweg aus. Ihrer Ansicht nach werde der Bedarf auch in Zukunft so hoch bleiben.

„Und deswegen ist das einer der Zukunftsstandorte“, resümierte sie. Man könne schließlich mit Fug und Recht sagen, dass niemand in der Bundeswehr springt, der nicht in Altenstadt die entsprechende Ausbildung erhalten habe.

Die militärische Fallschirmsprungausbildung war wohl auch eines der Themen in ihrer Gesprächsrunde mit den etwa 30 Soldaten und zivilen Mitarbeitern der beiden besuchten Dienststellen gewesen und sie gab zu verstehen, „dass die Infrastruktur, die Kapazitäten, das, was wir für den Sprungdienst brauchen so angepasst werden, dass wir dem Bedarf auch gerecht werden.“

Auch die hohe Belastung der Ausbilder, die „quasi am laufenden Band“ ausbilden würden war ihr nicht verborgen geblieben. Ferner zeigte sie ich beeindruckt von den in Zeiten von Corona durch gute Organisation geschaffenen stabilen Bedingungen. Im Übrigen sei die Luftlande-/Lufttransportschule eine der ersten Dienststellen, die schon im Frühjahr letzten Jahres zu Beginn von Corona eigene Masken genäht hätten.

Als nach fast vier Stunden Besuchsprogramm ihre Rückreise anstand, ließ Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die beim Schlussstatement anwesenden Militärs wie auch die Pressevertreter noch wissen, dass sie mit guten Eindrücken von einer hochmotivierten Truppe und mit vielen interessanten Erkenntnissen aus den persönlichen Gesprächen zurück ins Ministerium gehen werde.

Zur bleibenden Erinnerung wurde ihr danach aus den Händen von Oberstleutnant Sven Tillery, der auch Standortältester ist, noch das Standortwappen mit auf den langen Weg nach Berlin gegeben.

Tillery wertete den Besuch, ähnlich wie auch andere beteiligte Soldaten durchaus positiv. Auch die Soldaten seines Bataillons, sowohl das Stamm- als auch das Lehrgangspersonal hätten diesen auch als Wertschätzung für die hier praktizierte Ausbildung empfunden.

Manfred Ellenberger

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