Verunsichert durch Gegentore – EC Peiting holt am Niederbayern-Wochenende nur einen Sieg

Platz drei ist dem EC Peiting zwei Spiele vor Abschluss der Vorrunde nicht mehr zu nehmen, das ist nach dem „Niederbayern-Wochenende“ klar. Bei den Passau Black Hawks musste der ECP mit einer 1:5-Pleite die Segel streichen. Zwei Tage später gelang der Truppe von Trainer Leos Sulak gegen Deggendorf Fire dann nur bedingt Wiedergutmachung. Den Vorletzten bezwang der ECP mit 4:2. „Die Mannschaft lässt sich zur Zeit durch Gegentreffer leicht verunsichern“, betrieb Coach Leos Sulak hinterher Ursachenforschung.

Davon war gegen Deggendorf im ersten Durchgang noch nichts zu spüren. Die Zuschauer bekamen Einbahnstraßen-Eishockey in Richtung Gästetor geboten. Die Peitinger ließen die Scheibe und den Gegner laufen. Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten machten Andreas Pufal mit einem Schlagschuss in Überzahl und Martin Schweiger eine 2:0-Führung. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste im Mittelabschnitt des Spiels durch Guggenmos begannen die Peitinger jedoch zu wanken. Daran änderte auch nichts, dass Pufal umgehend wieder den alten Abstand herstellte. Postwendend kassierten die Peitinger ein Tor durch Maier, der erneut in Überzahl traf. Erst zum Ende des zweiten Durchgangs bekamen die Hausherren die Deggendorfer wieder in den Griff. Die Vorentscheidung durch ein weiteres Tor wollte aber nicht fallen, da es die Peitinger in der Folge einfach nicht verstanden, mehr aus ihren Überzahlchancen zu machen. Reichlich Möglichkeiten gab es dazu, da die Gäste im Schlussdurchgang fast nur noch durch Fouls auffielen. Unrühmlicher Höhepunkt war der Check von Selea, der gerade erst von der Strafbank kam, gegen Andreas Guggenmos. „Das war unschön und unnötig“, schimpfte auch Gästecoach Weber nachdem sein Routinier damit vorzeitig zum Duschen musste. Kurz vor Ablauf der Fünfminutenstrafe erlöste schließlich Schweiger den ECP-Anhang. Mit seinem zweiten Treffer machte er den Sack zum Arbeitssieg zu. In Passau waren zunächst die Gastgeber am Drücker. Stefan Horneber im Peitinger Tor hielt seinen Kasten jedoch sauber. Zum Ende des ersten Durchgangs wurden die Gäste dann gefährlicher. Michael Fröhlich scheiterte bei seinem Alleingang aber am Torhüter und Manni Eichberger wenig später am Pfosten. Ausgerechnet der ehemalige Peitinger Niki Meier brachte die Hausherren dann im Mittelabschnitt in Front, indem er zum 0:1 abstaubte. Ebenfalls im Nachsetzen ließ wenig später Sicinski das 0:2 folgen. Das dritte Tor der Passauer durch Popp, der in Überzahl traf, bedeutete schon die Vorentscheidung. Im letzten Drittel taten die Peitinger zwar deutlich mehr für die Offensive. Die ECP-Stürmer scheiterten aber immer wieder am Torhüter der Hausherren. Zwangsläufig vernachlässigten die Peitinger dabei die Abwehr. So kamen die Passauer immer wieder zu Konter. Zwei davon nutzen Bucheli und Gantschnig für den endgültigen ECP-K.O. Kurz vor Schluss gelang den Gästen wenigstens noch der Ehrentreffer. Die Freude über das erste Saisontor von Fabian Weyrich fiel angesichts der deutlichen Pleite aber eher verhalten aus. Am kommenden Wochenende stehen für die Peitinger die letzten Vorrundenspiele an. Am Freitag, 12. März, um 20 Uhr, geht es zum EV Landsberg 2000 und am Sonntag, 14. März, kommt um 18 Uhr der EHC Klostersee in die Eishalle der Marktgemeinde.

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