Viel erreicht, viel bleibt liegen

Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl hat das Jahr noch einmal Revue passieren lassen. „Trotz der knappen finanziellen Mittel konnten wir in einigen Bereichen Unterhaltsmaßnahmen und Verbesserungen durchführen“, sagte Gerbl

. Besonders hob dieser die Gelder, die die Stadt in diesem Jahr in die Schulen gesteckt hatte, hervor. Für etwa 20000 Euro konnte die Sicherheit der Grundschule und die Flucht- und Räumungspläne verbessert werden. Etwa 40000 Euro verwendete die Stadt in die Schulhausgestaltung der Hauptschule und die Renovierung von drei Klassenzimmern, eine ansprechende Pausenhofgestaltung sowie für die Voruntersuchung für eine spätere energetische Sanierung und die Verbesserung der Sicherheit der Fluchttüren. Für 62000 Euro grundlegend renoviert wurde die Bücherei und auch in der Musikschule konnten mit einem finanziellen Input von 20000 Euro mehrere Räume renoviert und die Heizung repariert werden. Nach dem tragischen Unfall eines Schülers wurde im Spaßbad „Plantsch“ ein Unterwasser-überwachungssystem für rund 50000 Euro installiert. Sorgenkind, auch in finanzieller Hinsicht, bleibt weiterhin der Marienplatz. Dieser müsste dringend umgestaltet und das marode Pflaster erneuert werden, aber: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Stadt in den nächsten Jahren beim Marienplatz auf reine Unterhaltsmaßnahmen beschränken muss“, gab Gerbl mit Blick auf die leeren Kassen zu bedenken. Thematisiert wurde auch das Verbot, Raketen in der Altstadt abzufeuern und die fortgeschrittene Planung für den „Rahmenplan Nord“, bei dem für potenzielle Investoren eine Fläche von 105 Hektar als Ansiedlungsfläche für Gewerbebetriebe ausgewiesen wurde. Für die Zukunft gibt Bürgermeister Gerbl vor allem im Hinblick auf die finanzielle Situation noch keine Entwarnung. Nicht nur die wirtschaftliche Lage ist aufgrund der weltweiten Finanzkrise trotz leichter Aufschwungtendenzen weiterhin angespannt, was auch die Kommunen durch das Wegbrechen von Steuergeldern spüren. Auch der Staat wird in den kommenden Jahren den Geldhahn weiter zudrehen, prophezeite Gerbl und fragte nachdenklich: „Wo soll das Geld herkommen, wenn wir fast wöchentlich neue Meldungen lesen, dass wieder irgendwo Milliardenbeträge vom Staat aufgebracht werden müssen, um Fehlentscheidungen oder falsche Einschätzungen zu korrigieren?“

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