Neuer Jugendtreff

Hohenpeißenberger Teenager planen ihr "Pumpenhaiserl"

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Gemeinsam mit Vertretern von Kreisjugendring und der Gemeinde planten die Teenager ihren künftigen Jugend­treff.

Hohenpeißenberg – Viele Jugendliche in Hohenpeißenberg wünschen sich sehnlichst einen Ort, an dem sie sich regelmäßig mit ihren Freunden verabreden können. Bald wird der Traum wahr: Im „Pumpenhaisarl“ entsteht ein neuer Jugendtreff. Am Samstag fand ein Planungstermin statt.

Im Rahmen des LEADER-Programms, mit dem das Staatsministerium die ländlichen Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung unterstützt, engagieren sich Anna Heiland und Mirko Zeisberg vom KJR Ostallgäu in der ­Region für mehr jugendliche Mitbestimmung. Das Projekt „What‘s UP?! – Aktive Jugendbeteiligung im ländlichen Raum“ soll gemeinsam mit den jungen Leuten etwas bewegen. In Hohenpeißenberg gibt es hierfür ideale Voraussetzungen. Die Gemeinde hat im Haushalt bereits 120.000 Euro eingeplant, mit denen das ehemalige Pumpenhaus an der Hettenstraße zu einem Jugendtreff namens „Pumpenhaisarl“ umgebaut werden soll. Interessierte Jugendliche und Vertreter von Gemeinde und KJR erarbeiteten bei einem Workshop nun konkrete Pläne.

Anfangs sah es so aus, als würden kaum Jugendliche sich für die Planungen interessieren, doch nach und nach wurden es immer mehr. Um die 20 Teenager im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren diskutierten schließlich vier Stunden lang intensiv über die Zukunft des gemeindeeigenen Gebäudes. Bürgermeister Thomas Dorsch und seine Stellvertreterin, Jugendreferentin Gerlinde Rasch, kamen mit den jungen Leuten schnell ins Gespräch und äußerten auch ihre Vorstellungen. Bereits nach kurzer Zeit sammelten sich auf den großen aufgehängten Papierbögen viele Ideen der Teilnehmer. Dort gab es Kategorien wie „Was brauchen wir von der Gemeinde?“, „Was braucht die Gemeinde von uns?“, „Was ist zu tun?“, „Hausordnung“, „Nutzung“, „Öffnungszeiten“ oder „Instandhaltung“. „Das ist wichtig, damit wir wissen, was ihr haben wollt“, erklärte Heiland.

Auch virtuell konnten die Teenager ihren Vorstellungen Ausdruck verleihen: Im Computerspiel „Minecraft“ wurde das ex­tra nachgebaute „Pumpenhaisarl“ kräftig am Monitor eingerichtet. „Es ist unglaublich, wie schnell sich da Ideen entwickelt haben und wie toll die Jugendlichen sie visualisiert haben“, freut sich Heiland über das Engagement der Anwesenden.

Nach der ersten Auswertung sind inzwischen bereits Anregungen in das weitere Vorgehen aufgenommen: Wichtig war es den Jugendlichen, dass alle Altersgruppen von Jugendlichen sich im „Pumpenhaisarl“ wohlfühlen sollen. Hierfür schlugen sie verschiedene Bereiche wie eine Ecke zum Entspannen, eine Bar, einen sportlichen Bereich mit Tischtennisplatte, Billardtisch oder Ähnlichem, einen Raum für Musik und eine Leseecke mit großem Bücherregal vor. Auch gab es die Idee, dass der Raum für Geburtstagsfeiern vermietet werden könnte.

Wie es nun konkret weitergeht, das wird in weiteren Treffen von KJR-Vertretern und Bürgermeister besprochen. „Wir werden uns erst einmal um die Renovierung kümmern“, versprach Dorsch. Wenn die alte Technik der Pumpanlage abgebaut ist, kann es weitergehen. Beispielsweise fehlen sanitäre Einrichtungen. „Bei kleineren Arbeiten, wie etwa dem Streichen, wollen wir die Jugendlichen einbinden“, schwebt Heiland die Beteiligung der künftigen Nutzer vor. Unklar ist noch, ob der Jugendtreff ehrenamtlich oder von bezahlten Mitarbeiten geführt wird. „Darüber müssen wir uns noch Gedanken machen, wenn mehr Details feststehen“, ist Dorsch zuversichtlich, dass die Arbeiten bald beginnen können. 

ug

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