Mehr Platz muss her

Peitings Betriebe im Baufieber

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Die ept-Erweiterung: Grau das bestehende Werk, rot die neuen Hallen. Die drei kleinen Hallen (re.) gehören anderen Eigentümern.

Peiting – Bei vier Betrieben, die im Süden Peitings im Gewerbegebiet angesiedelt sind, bricht das Baufieber aus. Die größte Maßnahme ist die 4 200 Quadratmeter große Erweiterung bei ept; dort soll ab November auf der Ostseite des Betriebes ausgebaut werden. Damit wird mehr Platz geschaffen für Bereiche der Produktion (Stanzerei), für Büros und für Lagerflächen. Auch soll die Lehrwerkstatt erweitert werden, wie Joachim Ruber von der Firma ept auf Anfrage erklärte.

„Es ist erfreulich, wenn ein Betrieb in Peiting erweitert“, kommentierte Bürgermeister Michael Asam im Bauausschuss die Pläne von ept. Bettina Habersetzer von der Bauverwaltung zeigte eine Visualisierung des Anbaus, der zwei Stockwerke hat und zwölf Meter hoch wird. Auf der Ostseite wird die Erweiterung 113 Meter lang, wobei sie im nördlichen Bereich zur Grundstücksgrenze hin zurückgesetzt ist. Der Nachweis an Stellplätzen ist laut Habersetzer erfüllt.

Gemeinderat Andreas Barnsteiner hakte beim Thema Stellplätze nach. Er glaube nicht, dass dies so einfach funktioniere. Die Konsequenz sei, dass wohl mehr Autos auf der August-Moralt-Straße abgestellt würden. Asam antwortete, dies sei erlaubt; dort sei kein Parkverbot angeordnet.

Baumaßnahmen stehen nicht nur bei der Firma ept an, die mit knapp 500 Beschäftigten zweitgrößter Arbeitgeber in der Marktgemeinde ist. Ganz in der Nähe wird beim holzverarbeitenden Betrieb Schotten & Hansen eine 55 Meter lange Lagerhalle neu errichtet. Dazu gehört auch eine Ausstellungsfläche. Die noch bestehende Lagerhalle an der August-Moralt-Straße wird abgebrochen.

Erweitert wird auch bei den Herzogsägmühler Werkstätten an der Schönriedlstraße. Dort soll eine mechanische Werkstatt realisiert werden, wo Jugendliche und Erwachsene auf den Beruf vorbereitet werden. Der Anbau erfolgt auf der Nordseite eines schon bestehenden Gebäudes. Der Antrag kam von der „Selbstbestimmung fördern GmbH“; das ist eine Tochterfirma von Herzogsägmühle.

Die vierte Baumaßnahme betrifft den Malerbetrieb von Andreas Meier. Der befindet sich westlich der Ammergauer Straße im Gewerbegebiet an der Zeißlerstraße. Die neue Halle erhält laut Präsentation im Bauausschuss fast dieselbe Größe wie die bestehende Werkhalle. „Erfreulich“ nannte Bürgermeister Asam diese Erweiterung. Zugleich wertete er den Malerbetrieb als gutes Beispiel dafür, dass es immer vernünftig sei, bei einem Grundstückskauf auf Reserven zu achten. 

jj

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