Verdienter Applaus für Xaver Fichtl

Neuer Vorsitzender für Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt

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Xaver Fichtl (Mitte) übergab die Geschicke der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt an Guntram Vogelsgesang (rechts); Andreas Kögl fungiert als dessen Stellvertreter.

Altenstadt – Nach dem Stühlerücken in den Amtsstuben der Mitgliedsgemeinden im Zuge der Kommunalwahl musste nun auch für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Altenstadt ein neuer Vorsitzender gefunden werden. Insgesamt 24 Jahre stand Ingenrieds langjähriger Bürgermeister Xaver Fichtl an deren Spitze; zunächst als Stellvertreter, dann zwölf Jahre in erster Reihe. Nun nahm er auch dort seinen Hut.

Am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Gemeinschaftsversammlung der VG sollte sich der Kreis aus den fünf Gemeindestellvertretern Andreas Kögl (Altenstadt), Guntram Vogelsgesang (Hohenfurch), Georg Saur (Ingenried), Norbert Essich (Schwabbruck) und Manfred Schmid (Schwabsoien) noch um ein bekanntes kommunalpolitisches Gesicht erweitern. Denn mit dem ehemaligen Ingenrieder Bürgermeister Xaver Fichtl war der noch amtierende Vorsitzende der Gemeinschaft zugegen. Wer ihn kennt, weiß um sein bescheidenes Auftreten. Die große Bühne ist seine Sache nie gewesen; dennoch sollte dieser Abend ihm gehören, wie sich im Anschluss zeigen sollte.

Ein Stellvertreter reicht

Zunächst einigte sich das 16-köpfige Gremium – wie die Jahre zuvor – auf die Bestellung eines weiteren Stellvertreters, bevor man sich zur Wahl des neuen Gemeinschaftsvorsitzenden bereitmachte. Manfred Schmid war es, der Guntram Vogelsgesang als Kandidaten für die Nachfolge Fichtls vorschlug. Vogelsgesang habe „die längste Stehzeit unter uns VG-Bürgermeistern“, sagte er.

Tatsächlich sollte sich das auch im Wahlergebnis niederschlagen. So fielen 15 der in geheimer Wahl abgegebenen Stimmen auf den Hohenfurcher Bürgermeister, eine Stimme auf Andreas Kögl. Vogelsgesang wiederum schlug den Altenstadter Rathaus­chef als seinen Stellvertreter vor, sei dieser doch kraft seines Amtes als Vollzeit-Bürgermeister immer vor Ort, deshalb idealer Ansprechpartner. Auch dieser Vorschlag wurde durch das Wahlergebnis bestätigt; mit 13 von 16 Stimmen (eine Enthaltung, je eine Stimme für Georg Saur und Manfred Schmid) erhielt Kögl das Amt des Stellvertreters.

Bezüge erhöht

Für den zusätzlichen Posten als Gemeinschaftsvorsitzender erhält Guntram Vogelsgesang über die Dauer der Legislaturperiode eine monatliche Aufwandsentschädigung von 950 Euro, und damit rund 150 Euro mehr als sein Vorgänger Xaver Fichtl. Damit wolle man die bisher nicht berücksichtigte Dynamisierung der Entschädigung auffangen, erklärte dazu VG-Geschäftsstellenleiter Sebastian Ostenrieder. Die monatliche Aufwandsentschädigung für Vogelsgesangs Stellvertreter Kögl beträgt ein Zwanzigstel. Darauf einigte sich das Gremium einstimmig. Eine deutliche Mehrheit holte zudem der Vorschlag Norbert Essichs, das Sitzungsgeld für die Gemeinschaftsmitglieder auf nun 25 Euro pro Sitzungstag zu erhöhen.

Zum VG-Rechnungsprüfungsausschuss gehören fortan Norbert Essich, Georg Saur und Manfred Schmid, den Vorsitz übernimmt Andreas Kögl.

Dann schließlich gehörte die zum Sitzungssaal umfunktionierte Turnhalle dem scheidenden Gemeinschaftsvorsitzenden Xaver Fichtl. Sichtlich bewegt zollte der Ingenrieder zunächst der Gemeinschaft selbst seinen Respekt. Er habe sehr gerne für die VG gearbeitet, erklärte Fichtl, nun wünsche er seinen Nachfolgern viel Erfolg.

Insgesamt 24 Jahre hatte Xaver Fichtl für die VG gearbeitet, zwei Legislaturperioden als Stellvertreter, zunächst unter den Altbürgermeistern Georg Thoma und Karl-Heinz Gerbl, dann schließlich zwölf Jahre an der Spitze, unterstützt durch Albert Hadersbeck. Doch immer sollte ihm das „große Ganze“ wichtig sein, nie sein Wirken allein. „Wir haben gemeinsam viel erreicht in diesen 24 Jahren“, zeigte sich Fichtl dankbar. Mehr noch, könnten die einzelnen Mitgliedsgemeinden der VG dies alleine so gar nicht leisten.

Drei Geschäftsleiter

Dankbar zeigte sich Xaver Fichtl auch gegenüber der VG-Geschäftsleitung; allein drei Geschäftsleiter habe er in seiner Zeit begleiten dürfen und durch deren Expertise profitiert. Mit Günther Selig, Andrea Sepp und jetzt Sebastian Ostenrieder stünden und standen immer kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Mit einem kleinen Wunsch schließlich verabschiedete sich Xaver Fichtl: man möge weiterhin freundschaftlich, gemeinschaftlich und kollegial im Sinne der Gemeinden walten.

Eine Fortsetzung in eben diesem Sinne könne er sich sehr gut vorstellen, erklärte anschließend der neue Gemeinschaftsvorsitzende Guntram Vogelsgesang. Allein die ersten Wochen der neuen Amtszeit hätten ihm gezeigt, dass es vertrauensvoll und gut weitergehen werde. An Fichtl gewandt bestätigte er auch dessen Sicht einer „guten Verwaltung“.

Würdigung später

Dass man einen verdienten Vorsitzenden so nicht einfach gehen lassen dürfe, schickte Vogelsgesang ebenfalls hinterher. „Wir werden dir, lieber Xaver, spätestens zu Weihnachten einen feierlicheren Abschied bescheren“, sagte er, lasse doch die derzeitige Situation leider keine adäquatere Form zu.

Voller Dank schließlich zeigte sich auch VG-Geschäftsstellenleiter Sebastian Ostenrieder. „Du warst ein super Chef!“, sagte er, „und hast viel für die Gemeinschaft getan“. Dazu habe Fichtl eines ganz besonders ausgezeichnet. „Mit Ruhe und Gelassenheit warst du oftmals der Gegenpart unserer Eile, hast uns rechtzeitig gebremst!“ 

pae

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