Schongau bekommt wieder ein Volksfest

"Es soll kein Larifari sein"

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Bürgermeister Falk Sluyterman, Organisator Ronny Grubart und Beatrice Amberg von „Schongau belebt“ präsentierten stolz das Plakat zum Schongauer Volksfest.

Schongau – Das Programm ist so gut wie fertig, die Plakate sind gedruckt: Nach mehreren Jahren Pause gibt es in Schongau heuer wieder ein Volksfest.

Ronny Grubart hat selbst nur die besten Erinnerungen an das Schongauer Volksfest. Viele Jahre verbrachte er Teile seiner Sommerferien dort, denn er stammt aus einer Schaustellerfamilie. Der 28-Jährige aus der Nähe von Isny musste daher nicht lange überlegen, als Freunde aus Schongau ihn auf die Idee brachten, das Volksfest wieder zu beleben.  

Bei Falk Sluyterman rannte Grubart damit offene Türen ein. „Das ist einer, der Ahnung hat“, war sich der Bürgermeister bereits nach der ersten E-Mail, „aus der man das Herzblut herausgespürt hat“, sicher. Und so dauerte es auch nicht lange, bis das Fest Formen annahm.

Vom 10. bis zum 14. September ist es so weit. Mit einem großen Festeinzug und dem Bieranstich wird das Volksfest eröffnet. Als Gast kommt an diesem Tag sogar Kabarettist Helmut Schleich mit der „ein oder anderen Überraschung“, verspricht Grubart schon jetzt. Festzelt, Seniorennachmittag, Kindertag, Boxen, Feuerwerk: Alles, was ein Volksfest haben muss, ist geplant. 

Natürlich dürfen dabei auch die Fahrgeschäfte nicht fehlen. Für Mutige gibt es zum Beispiel einen „4 D Tornado“ zu erleben, eine Riesenkrake wirbelt die Fahrgäste durch die Luft und auch für diejenigen, die es eher gemütlich mögen, gibt es genug Angebote. Unter anderem ein historisches Karussell von 1902 oder ein 200 Quadratmeter großes Spiegellabyrinth. Aber auch Klassiker wie das Kettenkarussell, der Autoscooter und der Glückshafen vom Roten Kreuz sind bereits gebucht. 

„Es soll kein Larifari sein, sondern ein Reißer“, möchte Grubart mit einer bunten Mischung und Einzigartigkeit überzeugen. Das 155. Schongauer Volksfest soll nicht nur die gewöhnlichen Attraktionen bieten. Daher hat sich Grubart gemeinsam mit der Gruppe „Schongau belebt“ noch allerhand Außergewöhnliches ausgedacht.

Für Kinder gibt es einen Flohmarkt und am Kindertag kann der Nachwuchs durch den kostenlosen Spieleparcours toben. Falk Sluyterman stellt sich außerdem im Festzelt den Fragen des jüngsten Schongauer bei der „Kinder-Bürgermeistersprechstunde.“

Auch für Verliebte haben sich die Organisatoren etwas ganz Besonderes überlegt: Am „romantischen Abend“ ist der Festplatz mit Herzen geschmückt und die Schongauer Big Band sorgt für die passende Umrahmung. Ehepaare sollten an diesem Tag auf jeden Fall ihre Heiratsurkunde mitbringen, denn in verschiedenen Kategorien gibt es damit Preise zu gewinnen. Ebenso beim der „Bayerischen Olympiade“, bei der für das Siegerteam ein Pokal winkt. Nach diesem Event geht es weiter mit der Volksfest-Talentbühne, bei der „jeder auftreten darf, der davon überzeugt ist, dass er was kann“, sagt Grubart. Aus 40 Nationen reisen Drehorgelspieler zur ersten internationalen deutschen Meisterschaft der Drehorgelspieler an.

„Es soll kein Saufgelage werden“, erklärt Grubart, „sondern ein Fest für die ganze Familie“. Er ist bereits jetzt begeistert von der Unterstützung. Nicht nur „Schongau belebt“ und der Bürgermeister sowie zahlreiche Sponsoren stehen ihm zur Seite, auch aus der Bevölkerung kam bisher nur positives Feedback: „Das Wir-Gefühl ist extrem stark und hoffentlich auch der Weg zum Erfolg.“ Das würde auch den Bürgermeister freuen: „Ich hoffe, es bleibt kein einmaliges Erlebnis.“ 

Mehr Infos gibt es auf www.schongauer-volksfest.de und auf Facebook unter „Volksfest Schongau“. Dort läuft derzeit auch ein Gewinnspiel, weitere folgen.

Von Ursula Gnadl

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