Vergnügen einer echten Unterhaltung

Gesprächs-Podcast »Am Ruder« für Oberland, Lechrain und Allgäu

Lory Podcast Ruder
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Am Mikrofon im hauseigenen Studio: Gastgeber Christian Lory.

Peiting – Kaum ein Medium, das heute ohne Podcast auskommt. So nutzen nicht nur Politiker oder Medien diese Möglichkeit der Kommunikation. Denn einfacher lässt sich eine Botschaft, eine Geschichte oder ein Ereignis kaum transportieren. „Am Ruder“, so heißt der Gesprächs-Podcast, den der Peitinger Christian Lory an den Start gebracht hat – und damit zusammen mit „Rot oder Rosé“, einem Format, bei dem er sich als gleichbleibendes Duo mit Patrick Grothmann austauscht, den selbsternannten ersten Heimatpodcast für das Oberland, Lechrain und das angrenzende Allgäu.

Christian Lory ist dabei selbst kein Unbekannter. Als amtierender Gemeinderat und Kaminkehrermeister mit großem Einzugsgebiet hat er keine Probleme damit, in der Öffentlichkeit zu stehen, seine Stimme zu erheben und mitzugestalten. Selbst das Amt des Bürgermeisters hätte sich der Peitinger zugetraut, als er sich im Zuge der jüngsten Kommunalwahl dafür aufstellen ließ.

In der Rolle des Zuhörers

Der als durchaus streitbar geltende aber fair argumentierende Kommunalpolitiker hat sich nun für seinen Podcast „Am Ruder“ einmal auf die andere Seite begeben, nämlich auf die des Zuhörers. Dazu lädt er ausgewählte Persönlichkeiten zu sich ins heimische Podcaststudio ein.

Wem Lory über das Mikro näherkommen möchte, hat er auf einer Art Wunschliste zusammengefasst. Wer es dort hinaufschafft, muss nicht zwangsweise prominent oder bedeutsam sein; „spannend sollte die Person sein“, sagt Christian Lory, „und etwas zu sagen haben“.

Tatsächlich sei ihm die Idee für diesen Podcast relativ schnell gekommen, erklärt er. Anders hätte sich etwa ein Gespräch mit Schongaus Erstem Bürgermeister Falk Sluyterman in diesem fast schon intimen Rahmen wohl nicht ergeben. „Wenn wir uns kommunalpolitisch über den Weg gelaufen sind, haben wir uns immer wieder versprochen, auf einen Kaffee zusammenzukommen“, sagt Lory. Geklappt habe es allerdings nie. Nun war Sluyterman einer der ersten, der ans Podcast-Mikro geladen wurde.

Überraschend schnell zugesagt hatte auch Bernd Zimmer, international renommierter und vielfach ausgezeichneter Künstler, der jüngst sein konzeptionelles Werk STOA 169 im Oberland verwirklicht hat. Auf „normalem“ Weg, zeigt sich Christian Lory überzeugt, hätte sich ein Gespräch mit Zimmer wohl nicht ergeben. Ein Aufeinandertreffen für „Am Ruder“, das sollte dem Künstler sofort zusagen. „Das Gespräch mit ihm war toll“, erinnert sich Lory, das Treffen werde ihm in langer Erinnerung bleiben.

Besonders reizvoll werde es, wenn sich medienaffine Menschen zu ihm ins Studio aufmachen, etwa der Grünen-Politiker Andreas Krahl. Wenn sich dann die Person hinter dem Mandat zeigt, fernab wohlformulierter Pressemitteilungen.

Vielfältige Möglichkeiten

Ein Gespräch in diesem Rahmen gehe weit über das hinaus, was klassisches Radio möglich macht, sagt Christian Lory. Auch, weil mehr Öffnung stattfinden könne. Und immer sei es spannend, was passieren wird. Hans Schütz, ebenso engagiert im politischen wie auch im künstlerischen Bereich, hat ihm so einen magischen Moment geschenkt.

„Hans Schütz bringt eine pralle Biographie mit“, sagt Lory, „mit ihr allein könnte man schon Sendungen füllen“. Und doch, so zeigte sich nach wenigen Gesprächsminuten, tat sich ein komplett eigener Erzählstrang auf. Ebenso facettenreich habe sich das Gespräch mit Künstler Peter Mayr, überregional bekannt unter PETRMAYR, gestaltet.

Wie von selbst ergeben sich so Begegnungen, deren Inhalt zeitlos sein kann. Gleichzeitig möchte Christian Lory aber auch im zeitlichen Kontext bleiben, etwa, wenn tagesaktuelle Themen in den Podcast einfließen. So produziert er zwar Folgen vor, bleibt damit aber immer am Zeitgeschehen.

Etwa zweieinhalb Stunden Redezeit kann Lory im Schnitt pro Gast aufnehmen. Aufgeteilt auf mehrere Cuts, etwa wenn sich innerhalb des Gesprächs ein Themenwechsel ergibt, stellt er diese Episoden dann im zweitägigen Turnus online. „Es soll ja vielseitig bleiben“, sagt Christian Lory. Einmal pro Woche gibt es das Gespräch zudem komplett am Stück.

Offen für Vorschläge

Freuen würde sich Christian Lory auch über Vorschläge von außen. „Ich habe ja nicht in alle Szenen Einblick“, sagt er. Die Gesprächspartner für zukünftige Podcast-Folgen werden ihm, davon zeigt er sich überzeugt, so schnell nicht ausgehen. Man brauche sich in der Region nur umzusehen und stoße so von selbst auf interessante Geschichten und Personen, die eines eigenen Blickes würdig seien.

Dass sein Podcast funktioniert, beweisen ihm viele positive Resonanzen, sowohl von den Abonnenten als auch von seinen ausgewählten Gesprächspartnern selbst. Abzurufen ist „Am Ruder“ auf allen gängigen Plattformen wie Spotify oder iTunes. Weitere Informationen unter www.amruder.de.

Regine Pätz

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