Verkehrsüberwachung in Schongau

Vorsicht, jetzt blitzt’s

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Wer zu schnell fährt, der muss in Schongau ab sofort damit rechnen, geblitzt zu werden.

Schongau – Wer in Schongau mit seinem Auto bislang zu schnell fuhr, hatte nicht viel zu befürchten. Seit Montag jedoch geht es Rasern an den Geldbeutel.

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland hat damit begonnen, die geltenden Tempolimits zu kontrollieren. Die ersten Autofahrer mit zu lockerem Gasfuß wurden bereits erwischt.

Im Dezember hatte der Stadtrat auf Antrag der ALS mit großer Mehrheit beschlossen, dem Zweckverband beizutreten, der schon für zahlreiche andere Gemeinden die Verkehrsüberwachung übernimmt. Vorausgegangen wa-ren zahlreiche Beschwerden von Anwohnern der Alpspitz- und Zugspitzstraße in Schongau West, die sich über Raser in ihrem Wohngebiet beklagt hatten. 

Tatsächlich hatten Geschwindigkeitsmessungen dort ergeben, dass Autofahrer in der Tempo 30-Zone teils bis zu 70 Stundenkilometer schnell unterwegs waren. Diese beiden Straßen gehören deshalb laut Reinhold Jaser von der Stadtverwaltung ebenso zu den zwölf gemeinsam mit Polizei und Zweckverband festgelegten Messpunkten wie etwa die Benefiziumstraße und die Lechuferstraße. „Es geht dabei nicht ums Abkassieren, sondern um mehr Sicherheit“, betont Jaser. Daher seien vor allem neuralgische Punkte wie Kindergärten, Schulen und Wohngebiete in das Kontrollnetz aufgenommen worden. 

20 Stunden im Monat werden die Blitzgeräte des Prüfverbands den fließenden Verkehr überwachen. 135 Euro pro Stunde muss die Stadt dafür bezahlen zuzüglich sieben Euro für jeden bearbeiteten Fall. Die Kosten werden vom Bußgeld abgezogen. Die Zusammenarbeit mit dem Zweckverband ist vorerst auf zwei Jahre begrenzt. 

„Wir werden nach ein paar Monaten eine Zwischenbilanz ziehen“, erklärt Jaser. Je nach Statistik entscheide sich dann, ob die Zahl der Überwachungsstunden richtig gewählt sei oder nach oben oder unten angepasst werden müsse. „Wir wollen als Stadt dadurch kein Minus erwirtschaften.“

Christoph Peters

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