Deutliches Ergebnis in Peiting – Nur 18,9 Prozent für Herausforderer

Asam bleibt Bürgermeister

Peiting – Mit neuem Schwung will der wiedergewählte Peitinger Bürgermeister Michael Asam in die neue Legislaturperiode starten. Mit über 80 Prozent Zustimmung fiel die Wahl eindeutig zugunsten des SPD-Politikers aus. Gegenkandidat Michael Deibler (CSU) bemängelte die geringe Wahlbeteiligung.

Sonntag, 19.15 Uhr im Hochzeitszimmer des Peitinger Rathauses. Ein Dutzend Peitinger verfolgt den Wahlausgang. Die aktuellsten Ergebnisse wirft der Beamer an die Wand. Dann das amtliche Endergebnis: 81,1 Prozent für Asam, 18,9 für Deibler. 

Franz Seidel (BVP) steht als erster auf und gratuliert Amtsinhaber Asam zum erneuten Sieg. Zwei Reihen hinter Asam sitzt Deibler. Bei ihm herrscht eher gedrückte Stimmung. Mit so einer deutlichen Wiederwahl des SPD-Bürgermeisters hatte man in der christsozialen Fraktion nicht gerechnet. 

Deibler selbst hatte zumindest auf einen Achtungserfolg gehofft und ist vor allem enttäuscht, dass Asam mit vier Fünftel aller Stimmen wieder „auf den Schild gehoben“ worden sei. Ihn vom Thron zu stoßen, so Deibler, das hätte er ohnehin nicht geschafft. Aber er hätte ihn gerne mit einem für sich besseren Ergebnis motivieren wollen. Deibler kritisiert auch die geringe Wahlbeteiligung, knapp 57 Prozent sind es in Peiting. Gemäß seinem Motto „Gemeinsam mehr bewegen“ werde er sich nun im Gemeinderat einbringen und versuchen, Peiting voranzubringen. 

Klarer Sieger des Abends ist also Asam, der damit seine vierte und letzte Amtszeit antreten wird. Er sei aufgeregt gewesen, wie immer bei den Wahlen, erzählt der 60-Jährige. Nun ist ihm die Erleichterung anzusehen, er sei „glücklich, überrascht und zufrieden“. Insbesondere, weil er nicht mit so einem deutlichen Votum für seine Person gerechnet hat. Mit neuem Schwung will Asam nun seine Arbeit fortsetzen, vor allem noch das eine oder andere Projekt beenden oder voranbringen – beispielsweise in Sachen Bahnhof. 

Auf den Wahlkampf angesprochen, meint Asam, dass alles fair abgelaufen sei. Er sei froh, dass man kein Porzellan zerschlagen habe im Ort. Somit könne die politische Zusammenarbeit fortgeführt werden. Asam sieht das Wahlergebnis auch als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. Jetzt werde „ein bisserl gefeiert“, schmunzelt Asam, als neben seiner Frau auch die Enkel den Wahlsieger belagern und entführen wollen. 

Nach Auszählung aller stimmen steht fest, dass die SPD mit zehn Mandaten auch stärkste Fraktion im Gemeinderat ist. Allerdings verliert sie, wie die CSU die sieben Sitze bekommt, einen Sitz an die neu in den Gemeinderat gewählte Grün-Alternative Liste (GAL), die nun erstmals mit zwei Räten vertreten sein wird. Die Bürgervereinigung für Peiting behauptet ihre fünf Sitze.

Von Oliver Sommer

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