Standort hinterm Forsthaus:

Ein Kinderhort aus Massivholz für Peiting

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Skizze des Architekten zum Gebäude des Kinderhorts.

Peiting – Der Kinderhort, der in Peiting hinter dem Forsthaus und nahe der Schloßberghalle errichtet wird, soll ebenso wie die neue Tagesstätte an der Jägerstraße mit Massivholzelementen gebaut werden. Auch hat Architekt Thomas Baldauf (Schongau) ein Walmdach vorgesehen.

Die Ausführung mit Massivholz kann auch im Hinblick auf die Bauzeit von Vorteil sein, gibt Marktbaumeister Fabian Kreitl zu bedenken. Da könnten Module bereits bei der Firma vorgefertigt werden, ehe sie auf die Baustelle geliefert werden.

Der Kinderhort soll zum September 2021 bezogen werden. Dort werden zwei Gruppen mit Schülern zwischen sechs und vierzehn Jahren nach der Schule verköstigt und betreut. Träger des Horts wird, wie Kämmerer Christian Hollrieder erwähnt, auch im neuen Gebäude die Kinderhilfe Oberland sein, die zu Herzogsägmühle bzw. zur Diakonie gehört.

Zurzeit sind die zwei Hortgruppen provisorisch an unterschiedlichen Standorten untergebracht. Eine befindet sich in der Mittelschule. Und die andere ist im Kellergeschoss des Kinderhauses an der Unteregg­straße, wo sich in den oberen Stockwerken zwei integrative Kindergartengruppen befinden. Auch dort ist die Kinderhilfe der Träger – ebenso wie bei den Gruppen im Forsthaus und am Gumpen.

Zum Gebäude

„Es bietet sich an, mit Massiv­holzwänden zu arbeiten“, verdeutlichte Thomas Baldauf vom Schongauer Architekturbüro Baldauf | Prill | Lutz. Das Gebäude möchte er auf der Nordwestseite des Grundstücks platzieren. So verbleibt für die Kinder eine große Wiese, wo sie sich austoben können.

Am Eingang wird eine Behindertenrampe berücksichtigt. In der Nähe der Tür wird das Personalzimmer situiert. Eine zentrale Halle soll auch als Speisebereich genutzt werden. Von dort geht es zu den Gruppenräumen. Über einen Schacht möchte der Planer „blendfreies Licht von Norden“ in das Gebäude hineinbringen.

Vorgesehen ist ein einstöckiges Bauwerk. Im Entwurf von Baldauf ist es ein Walmdach. Das könnte begrünt werden, was den Vorteil hätte, dass es im Sommer angenehm kühl bleibe im Haus, hieß es dazu.

„Warum ein Walmdach. Wieso kein Satteldach?“ Diese Frage stellte Andreas Barnsteiner. Außerdem meinte er: Falls man später doch mehr Platz benötige, könne man das erste Stockwerk unter einem Satteldach nutzen.

Norbert Merk warb für eine Ausführung im Sinn von „quadratisch, praktisch, gut“. Bei Teuerungen aufgrund architektonischer Besonderheiten könne er nicht mitgehen, zumal Peiting in den nächsten Jahren noch große Aufgaben zu stemmen habe.

Architekt Baldauf wird den Entwurf überarbeiten und mit der Leiterin im Kinderhort sowie dem Marktbaumeister abstimmen. Eine alternative Planung – bis hin zur Möblierung in den Gruppenräumen – soll nochmals im Gemeinderat präsentiert werden. 

Johannes Jais

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