Schulleiterwechsel in Herzogsägmühle

Den Stab überreicht

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Am Freitag übergab Jutta Pyka den Schulleitungsposten an der Herzogsägmühler Heilerziehungspflegeschule offiziell an Joachim Simon.

Herzogsägmühle – „Ein sehendes Auge und ein hörendes Ohr“ wünschte Wilfried Knorr, Direktor der Herzogsägmühle, der scheidenden Schulleiterin Jutta Pyka und ihrem Nachfolger Joachim Simon. Am Freitag übergab Pyka den Posten der Schulleitung an der Liselotte-von-Lepel-Gnitz Schule offiziell.

Doch das sehende Auge und das hörende Ohr seien noch nicht alles, so Knorr. Vor allem das Hören auf Zwischentöne und die Blicke hinter die Kulissen seien hier besonders wichtig. Außerdem sollte immer auch das Herz bei all dem beteiligt sein. Eigenschaften, die die langjährige Schulleiterin Jutta Pyka mitgebracht hat. „Sie hat den Schülern stets einen zweiten Blick geschenkt“, so der Direktor.

Jutta Pyka studierte Psychologie und war in Berlin und Hof tätig, bevor sie damals nach Herzogsägmühle kam. Pyka war maßgeblich daran beteiligt die Evangelische Fachschule für Heil­erziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe dort aufzubauen. „Die Schulentwicklung lag ihr dabei immer besonders am Herzen“, so Knorr während der feierlichen Übergabe in der Martinskirche. Denn sie stehe für eine werteorientierte Schule. Pyka wird sich allerdings noch nicht ganz von der Schule verabschieden, sie wird weiterhin stundenweise als Dozentin für Heilpädagogik und Psychologie unterrichten.

Ihr nachfolgen wird nun Joachim Simon, der schon seit einigen Jahren an der Schule tätig ist. Der Pfarrerssohn entdeckte nach einer kaufmännischen Ausbildung während des Zivildienstes, dass er eher im sozialen Sektor arbeiten möchte. Im Anschluss machte er eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bei der Lebenshilfe. Seine Stärke: „Ich habe 15 Jahre intensive Praxiserfahrung“, sagt Simon. Zudem ist er seit 2012 Heilpädagoge.

Dr. Siegfried Rodehau von der evangelischen Schulstiftung in Bayern, in der über 160 Schulen miteinander verbunden sind, verglich den Schulleiterwechsel mit der Stabübergabe beim Staffellauf. Dabei handele es sich um einen „heiklen Moment“, denn der eine muss abgeben, der andere aufnehmen – und das in vollem Lauf und ohne dass der Stab fällt. 

Astrid Neumann

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