Dafür den Gehweg auf der Nordseite absenken

Weg mit dem Gehsteig an der Friedhofstraße?

Die Straße, der Gehsteig, die Bäume, die Friedhofsmauer: Foto von der Friedhofstraße nahe des Bahnüberganges.
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Die Straße, der Gehsteig, die Bäume, die Friedhofsmauer: Foto von der Friedhofstraße nahe des Bahnüberganges.

Peiting – Dass der Fußweg nördlich der Friedhofsmauer aufgegeben wird und stattdessen auf der anderen Seite der Straße der Gehsteig ausgebaut und zur Friedhofstraße abgesenkt wird: Das ist der Vorschlag aus dem Rathaus. Dadurch könnten die Bäume an der Außenseite der Friedhofsmauer, wo die notwendige Breite für einen Gehweg zwischen Stamm und Mauer eh nicht gegeben ist, erhalten werden. 

Marktbaumeister Fabian Kreitl hat die Überlegungen zur Umplanung im Gemeinderat vorgestellt. Ein Beschluss ist noch nicht gefasst worden. Bürgermeister Peter Ostenrieder ermunterte die Mitglieder im Gremium, sie sollen sich doch in den nächsten Wochen alle selbst ein Bild vor Ort machen; ein gemeinsamer Ortstermin könne zurzeit wegen Corona nicht angeboten werden.

Laut Marktbaumeister Fabian Kreitl haben die Bäume den Gehweg entlang der Mauer deutlich gehoben. Im Bereich der größeren Wurzeln sei der Asphalt gebrochen, auch stünde er um mehrere Zentimeter aus der ebenen Fläche heraus. Ein Fußgänger sei schon mal zu Sturz gekommen.

Weiter Richtung Westen sollen vor den angrenzenden drei Reihenhäusern die vier Bäume gefällt werden. Diese seien für Stadtbäume bereits zu groß und Ursache dafür, dass sich der Gehweg entlang der Wohnbebauung ebenfalls nicht in verkehrssicherem Zustand befinde. Eine Ersatzpflanzung im gleichen Quartier sei vorgesehen. Mit dem Einziehen von Baumscheiben soll gewährleistet werden, dass sowohl der Bürgersteig benutzbar bleibt als auch die Stellflächen für die Autos vor den Reihenhäusern ohne Einschränkung zur Verfügung stehen.

Stimmen aus der Diskussion

„Auf den Gehweg an der Friedhofsmauer komplett zu verzichten, halte ich nicht für gut“, bekundete Hermann Mödl (Bürgervereinigung). Nach Beerdigungen würden sich Friedhofsbesucher oft noch vor den Toren zum Gottesacker aufhalten und unterhalten.

Gleicher Meinung war Alfred Jocher (Unabhängige). „Für mich gehört der Gehweg auch auf dieser Seite dazu“, sagte er. Zu überlegen sei, ob die Friedhofsmauer dort zu versetzen sei. Bürgermeister Ostenrieder brachte den Vorschlag, evtl. auf der Innenseite des Friedhofs entlang der Mauer einen Weg zu pflastern oder zu asphaltieren.

Claudia Steindorf (SPD) fragte nach, was denn Anwohner zu der Baumfällung vor den Reihenhäusern sagen. Er gehe davon aus, dass die Nachbarn eine solche Nachricht mit Freude aufnehmen, antwortete der Rathauschef.

Norbert Merk (CSU) bat um eine „grobe Kostenschätzung“. Da konnte Ostenrieder nicht mitgehen. „Ich möchte diese Entscheidung nicht unter dem Aspekt der Kosten treffen“, entgegnete Bürgermeister Peter Ostenrieder.

Andreas Schmid (Bürgervereinigung) hatte noch ein ergänzendes Thema. Wenn man auf den Weg auf der Nordseite der Friedhofsmauer verzichte, sei es doch eine Überlegung wert, einen Ausgang Richtung Westen zu schaffen. So könnten die Leute den Friedhof verlassen, ohne gleich auf der Straße zu stehen. Das Tor solle gleichsam um die Ecke versetzt werden. Evtl. sei es erforderlich, dafür die alte Garage, die direkt an der Mauer steht, abzureißen.

Tim Osterhaus vom Bauhof erklärte, dass die Robinien an der Friedhofstraße schnell groß geworden sind. Wenn unten am Stamm Baumscheiben eingezogen würden, dann könne man darunter zwölf bis 16 Kubikmeter Platz schaffen, wo sich das Wurzelwerk entfalten könne, wenn Wasser und Luft in den Boden gelangen.

Die Entscheidung zur Umplanung wird in den nächsten zwei Monaten getroffen. Der Bürgermeister kündigte an, dass man im Dezember oder spätestens bei der Sitzung im Januar darüber abstimme.

Johannes Jais

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