Umstrittene Ansiedlung

Peiting passt Bebauungsplan für Baumarkt an

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Weil ein Baumarkt kommen soll, wo Waren verkauft werden und wodurch mehr Verkehr zu erwarten ist, ist das Grundstück als Sondergebiet auszuweisen.

Peiting – Immerhin neun Gegenstimmen gab es im Peitinger Marktgemeinderat, als es um eine baurechtliche Sache ging: Wegen der – politisch umstrittenen – Ansiedlung des großen Baumarktes auf einem 2,8 Hektar großen Grundstück am Zeißlerweg muss das bisherige Gewerbegebiet als Sondergebiet deklariert werden.

Der Markt Peiting verkauft das Grundstück, damit ein Ostallgäuer Unternehmen einen Bau- und Gartenmarkt errichten kann. Vorgesehen ist auch eine Auto-Waschstation. Die Tankstelle verbleibt am bisherigen Standort vor dem Verbrauchermarkt an der Ammergauer Straße.

Notwendig ist eine Änderung des Bebauungsplanes. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Art der baulichen Nutzung. Bisher geht man von einem Gewerbegebiet aus. So sind dort u.a. ein Malerbetrieb oder ein Busunternehmen ansässig. Weil aber ein Baumarkt kommen soll, wo Waren verkauft werden und wodurch mehr Verkehr zu erwarten ist, ist das Grundstück als Sondergebiet auszuweisen. Zweiter Bürgermeister Franz Seidel erklärte, dass er das nicht befürworte. Er habe schon vor mehreren Monaten dem Verkauf nicht zugestimmt. Auf Kreisboten-Nachfrage konkretisierte er, dass er ein Problem mit dem enormen Flächenverbrauch für den Baumarkt habe.

Wie Seidel votierten alle Räte der Bürgervereinigung, die Grünen, die Unabhängigen und Gerhard Heiß (CSU) mit Nein. Dennoch gab es eine Mehrheit für die Umwidmung. 13 Räte aus den Reihen der SPD (samt Bürgermeister Asam) und der CSU waren dafür. 

jj

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