Entscheidung steht:

Absage des Schongauer Weihnachtsmarkts

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In diesem Jahr wird es keinen Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz geben.

Schongau – Bis Ende Oktober wollte er sich mit seiner Entscheidung eigentlich Zeit lassen, doch die steigenden Zahlen positiver Corona-Tests im Landkreis und die damit verbundenen Rahmenbedingungen ließen für Hermann Gleich keinen anderen Schritt mehr zu: Am Mittwochmorgen versandte der Organisator des Schongauer Weihnachtsmarkts dessen Absage.

Glühwein, Bratwurst und Kunsthandwerk und Co bleiben dem Marienplatz in diesem Advent fern. Viele Anrufer wollten zuletzt von ihm wissen, wie es weitergeht, schildert Gleich im Gespräch mit dem Kreisboten. Manche legten ihm die Absage nahe, andere rieten zur Geduld.

Er selbst habe bis zuletzt gehofft, „aber es wird ja jeden Tag schlimmer“. Am Dienstag sei dann klar gewesen: „Nein, es geht definitiv nimmer“. Die Entscheidung schmerze emotional wie finanziell – sowohl ihn als auch die Fieranten, denen damit erneut Einnahmequellen wegbrechen. „Die wollen auch was verdienen.“ Doch könne er weder sich noch der Stadt den Schuh anziehen, zu einem steigenden Infektionsgeschehen beigetragen zu haben, so der Weihnachtsmarkt-Organisator.

Eine Lösung wie sie in einer Nachbarstadt angedacht ist, davon sieht Gleich ab. Lechabwärts soll nach jetzigem Stand statt des Christkindl­markts eine Stadtweihnacht stattfinden. Der Unterschied: Dort, in Landsberg, wollen die Entscheidungsträger weniger Hütten auf die ganze Innenstadt verteilen. „Wir machen es dezentral“, so Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl. Die Idee war auch schon in Peiting diskutiert, dann aber verworfen worden (wir berichteten). Landsberg sei aber nun mal viel größer als Schongau und mit anderer Infrastruktur ausgestattet, erklärt Gleich. Er habe sich beim reduzierten und räumlich entzerrten Augsburger Plärrer umgesehen – seiner Meinung nach eine eher traurige Veranstaltung. Dass das Landsberger Modell der Stadtweihnacht in Schongau funktioniert, das könne er sich nicht vorstellen. So bleibe nur eins: „Ich hoffe aufs nächste Jahr.“ 

ras

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