Friedhofs-Gestaltung

Von Urnen, Stelen und Bäumen

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Entlang des alten Industriegleises soll an der Westseite des Friedhofs Baumbestattung ermöglicht werden.

Peiting – Die zwei Urnenstelen, die im neuen Friedhof am Bühlach errichtet werden und bereits beschlossene Sache sind, werden in grauem Material ausgeführt. Auf der oberen Platte wird auf eine Kugel verzichtet. Des Weiteren wird eine Urnengrabanlage geschaffen. Und: Auf der Westseite im Friedhof soll Baumbestattung ermöglicht werden – und zwar entlang des ehemaligen Industriegleises.

All das haben die Peitinger Marktgemeinderäte in der letzten Sitzung einstimmig verabschiedet. Zuvor hatte sich der Arbeitskreis, der sich mit der Gestaltung der Friedhöfe befasst und dem neben Gemeinderäten auch Vertreter von Kirchen und Verbänden angehören, im Oktober erneut getroffen.

Die zwei Stelen, die im Friedhof am Bühlach aufgestellt werden, erhalten jeweils 16 Nischen. Jede davon kann mit drei Urnen belegt werden. Zwischen den Stelen soll ein Kreuz errichtet werden. Auch ist ein Plätzchen angedacht, an dem Kerzen oder Blumen abgestellt werden können.

Unterschiedliche Ansichten gibt es trotz des einstimmigen Beschlusses dazu, welche Freiheiten den trauernden Angehörigen auf dem Gottesacker eingeräumt werden sollen. Norbert Merk (CSU) erinnerte an die Diskussion im Arbeitskreis, wonach „Devotionalien“ zugelassen werden sollten. Das gehöre zum Raum für individuelle Trauer, ergänzte Merk und verwies auf die Aussage eines Diakons der Pfarreiengemeinschaft Peiting/Hohenpeißenberg.

Andreas Barnsteiner (BVP) bekundete, Stelen seien in Ordnung, aber es sollten ja nicht so viele „Ablageflächen“ entstehen. „Wir müssen ein bissle Obacht geben, dass der Charakter des Friedhofs erhalten bleibt.“

Herbert Salzmann (SPD) meldete sich so zu Wort: Bei Urnen solle, wenn sie in die Erde eingebracht werden, wie bei Särgen ein solches Material genommen werden, das sich im Lauf der Zeit auflöst. Es solle vermieden werden, dass bei einer weiteren Belegung erst eine früher eingesetzte Urne noch aus dem Erdreich gehoben werden müsse.

Klaus Hardt (SPD) vertrat die Ansicht, man solle die Urnenstelen ohne Kugel und ohne Kreuz auf der oberen Platte ausführen. Merk drängte noch einmal auf ein „Konzept“ für die komplette Friedhofsgestaltung. Dabei gehe es auch darum, wo Kieswege belassen werden und wo ein Pflaster verlegt werde, was für Menschen von Vorteil sei, die auf Rollatoren angewiesen sind.

Bürgermeister Michael Asam (SPD) erklärte, dass im Friedhof vor allem bei den Urnengräbern „vieles nicht satzungskonform“ sei. So sollen Grabeigentümer angeschrieben werden mit der Bitte, die Holzkreuze an den Urnen zu entfernen, die nach der Beisetzung viele Monate oder gar Jahre stehen bleiben. 

Johannes Jais

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