Welches Signal setzen?

Der tragische Unfall des kleinen Jungen, der vor einigen Wochen während des Schulschwimmens ertrank, darf sich nicht wiederholen. Darüber sind sich die Räte einig. Mit Hilfe eines „Rettenden Auges“, das Plantsch-Chef Andreas Kosian dem Gremium vorschlug, wird sich ein solch tragisches Ereignis auch nicht wiederholen. Einzig die Finanzierung steht auf wackligen Beinen.

50000 Euro wird das computerüberwachte und ferngesteuerte Überwachungssystem kosten. Damit die Stadt die Kosten nicht alleine tragen muss, hatte die CSU-Stadtratsfraktion einen Antrag auf Bezuschussung gestellt. „Auch als Stadt müssen wir Signale senden“, konstatierte Michael Eberle und forderte, dass die Kosten für das lebensrettende Gerät aufgeteilt werden müssen. „Neben den 20000 Euro, die die Stadt trägt, soll der Landkreis die gleiche Summe übernehmen“, forderte Eberle. Und auch beim Kultusministerium solle angefragt werden, ob nicht von dieser Seite eine Geldspritze zu erhalten sei, so Eberle. Dies sei bereits geschehen, erwiderte Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass hier noch keine Entscheidung gefallen sei. „Wir müssen darauf achten, dass sich das nicht zu lange hinzieht“, mahnte Vize-Bürgermeister Paul Huber an. Zwar räumte Stadtkämmerer Werner Hefele ein, dass Eile geboten sei, bat im gleichen Atemzug aber um Verständnis, noch ein wenig abzuwarten: „Wenn wir jetzt eine konkrete Zusage machen, wie viel wir bereit sind zu zahlen, gibt es möglicherweise keine weiteren Zuschüsse mehr“, lautete dessen Credo. Er schlug vor, mit einer exakten Zusage noch bis zur nächsten Sitzung im Januar 2009 zu warten. Dem stimmte CSU-Mann Helmut Schmidbauer nur bedingt zu: „Das ist richtig und falsch zugleich. Wenn die Gemeinde nichts gibt, gibt das Landratsamt auch nichts“, sagte dieser, so dass es das falsche Signal sein könne noch lange zu warten. Robert Bohrer von der SPD indes verwies darauf, dass im Plantsch-Verwaltungsrat die Anschaffung eines solchen Gerätes bereits beschlossen worden sei. Zudem laufe ja auch die Spendenaktion, bei der inzwischen gut 5000 Euro für das Gerät zusammen gekommen sind. Mit dem Grundsatzbeschluss, dass die Stadt Schongau beabsichtige, ein „Rettendes Auge“ zu kaufen und dass im Januar 2009 die genaue Betragshöhe festgesetzt werden soll, waren allerdings alle Stadträte einverstanden.

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2017
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2017
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau

Kommentare