160 Starter beim Weltcup in Herzogsägmühle

Kampf mit dem Wind

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Ganz genau in der Mitte dieses Zielkreises galt es mit dem Fuß zu landen, um möglichst ohne eine Abweichung in die Wertung zu kommen.

Peiting – Sonne und angenehme sommerliche Temperaturen sorgten beim Weltcup im Fallschirmzielspringen, der erneut im Peitinger Ortsteil Herzog- sägmühle Station machte, eigentlich für optimale Bedingungen. Der Wind spielte allerdings nicht mit.

Eine zu heftige Brise zwang am zweiten Tag bereits ab 10.30 Uhr zur Sprungpause und am dritten und letzten Wettbewerbstag fiel der achte Wertungsdurchgang den heftigen Böen zum Opfer.

„Aus Sicherheitsgründen mussten wir das machen“, erklärte Veranstalter Gerhard Wagner vom Verein „Bavaria Fallschirmsport“. Trotzdem zog er nach dem langen Wochenende eine zufriedene Bilanz. „Ansonsten ist alles wunderbar gelaufen“, urteilte Wagner. „Die Bedingungen waren sehr anspruchsvoll.“

Dennoch zeigten die 160 Fallschirmsportler aus 17 Nationen – „zwei mehr als im letzten Jahr“, freute sich Wagner –, im Diakonie-Dorf starke Leistungen. Besonders gut zurecht mit den Gegebenheiten kam Michael Egger. Der Österreicher vom HSV Red Bull Salzburg holte gleich dreimal Gold. Mit nur fünf Zentimeter Abweichung nach sieben Sprüngen gewann er die Masterwertung, die Herrenwertung und zudem stand er mit seiner Team vom Heeressportverein auch in der Mannschaftswertung ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Hinter den erfolgreichen Österreichern, die zusammen 80 Zentimeter in der Endabrechnung aufwiesen, belegten die Lokalmatadore der Sportfördergruppe aus Altenstadt (100 Zentimeter) mit Wolfgang Lehner, Elischa Weber, Christian Kautzmann, Daniel Born und Stefan Wiesner einen starken zweiten Platz.

Mit einen hauchdünnen Vorsprung von nur einem Zentimeter verdrängte die Sportförderruppe aus Altenstadt das „Elan-Team“ aus Slowenien auf Platz drei. Insgesamt waren bei dem Mannschaftsbewerb 31 Fünferteams am Start. Bei den zeitgleich ausgetragenen Deutschen Meisterschaften holte sich die Sportfördergruppe Altenstadt den ersten Platz.

Mit Jürgen Barth (Peiting) gewann dort ein weiterer Lokalmatador die Masterwertung.

Von Roland Halmel

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