Werbegemeinschaft und Plantsch planen große Weihnachtsaktion:

"Flatrate-Baden" für die Altstadt

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Sorgen dafür, dass man in der Altstadt baden gehen kann: Andreas Kosian vom Plantsch und Kornelia Funke, Susanne Tischner und Lisa Walter (v. links) von der Werbegemeinschaft.

Schongau – Die Mitglieder der Schongauer Werbegemeinschaft wollen sich untereinander mehr vernetzen. Dieser Wunsch kam in der Mitgliederversammlung zur Sprache. Zum Markenzeichen der Werbegemeinschaft ist die Schongauer Hexennacht geworden; heuer aber dürfte vor allem die geplante Weihnachtsaktion für Aufmerksamkeit und die gewünschte Frequenz in Schongaus Altstadt sorgen.

Wie bringt man die Menschen dazu, in der Schongauer Altstadt einkaufen zu gehen? Das ist quasi das Dauerthema der Werbegemeinschaft Altstadt, die sich dieses Thema auf die Fahnen geschrieben hat. Dazu gibt es seit Jahren immer wieder Aktionen, etwa der Eisverkauf im Sommer, die Sammelaktionen um Weihnachten herum oder die Hexennacht Ende Oktober mit verlängertem Ladenschluss, Kürbisschnitzen und Tanzvorführungen auf dem Hauptplatz, die schon zu einer Art Selbstläufer geworden ist. Das konnte auch Kornelia Funke in der diesjährigen Frühjahrsversammlung wieder hervorheben. Doch nun gibt es eine Kooperation und eine daraus entstandene Aktion, die alles andere in den Schatten stellen könnte. War Andreas Kosian, bei der Frühlingsversammlung verhindert, traf sich die Vorstandschaft mit dem Geschäftsführer des Schongauer Schwimmbades nachträglich, um die Rahmenbedingungen zu besprechen. Und man freue sich, so Kornelia Funke, „dass wir diese Kooperation eingehen können“.

War in der Versammlung nur von einem namhaften Geldbetrag die Rede gewesen, mit der Kosian die Gewerbetreibenden unterstützen will, so wurde nun die Zusammenarbeit konkretisiert. Eine Zusammenarbeit, so Kosian, zu der die Gewerbetreibenden und die Stadt den Anstoß gegeben hätten, wobei der Geschäftsführer anmerkte, dass es ohne diese Partner, vor allem auch die Verwaltung, das Plantsch in seiner Form ja nicht gebe. Daher sei es keine Frage gewesen, „ob wir etwas tun. Sondern die Frage war nur, was, wie und in welchem Umfang“, so Kosian. Und diese erste Aktion heuer, die um die Weihnachtszeit stattfinden wird, soviel ist jetzt schon klar, soll ein erstes Beschnuppern sein. Eine der Rahmenbedingungen, die mittlerweile geklärt ist, dass man nicht viele kleine, sondern eine richtig große Aktion heuer durchführen werde, erklärten Kosian und Funke bei einem Gespräch. Man wolle, so Kosian, den Anreiz schaffen, in die Altstadt zu gehen und dort einzukaufen und die Einkaufenden mit einem schönen Preis belohnen. Dabei ist die anvisierte Klientel nicht näher eingegrenzt, jeder ist willkommen, egal, ob Schongauer, Gäste von Außerhalb oder Plantschkunden. Wobei man in gewisser Weise die Idee für die Preise den Gästen des Plantsch zu verdanken hat. Den Preis, so Kosian, „gibt es bislang so nicht im Plantsch: eine Flatratekarte“.

Wer im Plantsch schwimmen geht, kann, so er dies regelmäßig tut, eine Jahreskarte erwerben, die ihm den täglichen Eintritt in die Schwimmhalle garantiert. Doch für die Sauna, für die das politische Ziel der „Volksgesundheit“ nicht gilt, gibt es vergleichbares nicht. Obwohl „einige unserer Gäste bereit wären dafür durchaus einen vierstelligen Betrag hinzulegen“, wie Kosian aus Gesprächen weiß. Was ihn zu der Idee gebracht hat, als ersten bis dritten Preis solche „Flatrate-Karten“ auszuloben. Man müsse, so Kornelia Funke, „Herrn Kosian vertrauen, dass wir damit die Menschen in die Altstadt locken können“.

Die Idee: jeder, der in der Altstadt, bei einem Mitglied der Werbegemeinschaft einkaufen geht, und seien es nur die Semmeln morgens auf dem Weg zur Arbeit, bekommt einen Bon. Diese müssen dann nur noch gesammelt werden und wer die meisten hat – es kommt nicht auf den Einkaufswert an – gewinnt. „Die Kunden vergrößern mit jedem Bon die Chance, zu gewinnen“, so Kosian. Und während sich die Gewerbetreibenden über einen Zugewinn an Kunden und Einnahmen freuen dürfen, können sich die Kunden über ganz spezielle Gewinne freuen: In Summe ein Jahr freier Eintritt in das Plantsch mit allen seinen Anlagen, aufgeteilt auf den ersten Preis für sechs Monate, zweiter Preis für vier Monate und der dritte Preis zwei Monate Flatratebaden und Saunieren. Die Aktion habe einen Gegenwert von rund 6.500 Euro, so Kosian. Und er ist sich sicher, dass sie für einige seiner Stammgäste einen großen Anreiz darstellen dürfte, einmal öfter in die Altstadt zu gehen und dort einzukaufen.

Noch seien nicht alle Bedingungen geklärt, so Kornelia Funke. Im Groben aber ist klar, dass die Aktion bis einschließlich Heilig Abend laufen wird und nach der Hexennacht beginnen wird. Wahrscheinlich wird es Plakate oder Aufkleber geben, damit die Shoppenden wissen, wer mitmacht und welcher Bon zählt. Nach den Feiertagen dann werde man die Kassenbons zählen und schauen, ob die richtigen, also von einem Mitglied der Werbegemeinschaft, dabei seien und wie viele. Und dann werden die eifrigsten Sammler belohnt.

Oliver Sommer

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