Burggener Künstlerin Michaela Johanne Gräper

Stille Wasser im Museum

Michaela Johanne Gräper Stille Wasser Lechbruck
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Michaela Johanne Gräper bei der Veranschaulichung ihrer „Freischwimmerinnen“. Mit bedruckten alten Seekarten und den ausgestellten farbenfrohen durchweg weiblichen Skulpturen bietet die Ausstellung den Besuchern noch einiges mehr.
  • Manfred Ellenberger
    VonManfred Ellenberger
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Burggen/Lechbruck – Noch bis Sonntag, 22. August, werden im Lechbrucker Flößermuseum neue Werke der in Burggen beheimateten Holzbildhauerin Michaela Johanne Gräper gezeigt. Dabei geht es ums Wasser, weshalb sich das Flößermuseum empfahl. 

Bei der Eröffnung der Ausstellung waren neben dem Vorsitzenden des Fördervereins Gerd Ludwig und Bürgermeister Werner Moll schon einmal annähernd 30 interessierte Besucher gekommen. Mit der Ausstellung in Lechbruck besteht für die in Oberammergau geborene Künstlerin die Möglichkeit, sich und ihre Werke auch einmal „nahe der Heimat“ zu präsentieren. Und das ist ihren eigenen Worten nach gar nicht oft der Fall.

Meistens sind ihre Ausstellungen nämlich an Orten weiter weg von zuhause zu bewundern. „In Düsseldorf, in Australien, in Kanada, in Amerika und so weiter“, zählte sie nur einige davon in ihrer Begrüßungsrede auf. Für ihre Themen entwickele sie oft bis zu 50 Ideen, sondiere und probiere dies oft mehrmals aus, schwenke um und fange manchmal auch wieder von vorn an.

Immer mit Geschichte

„Ein Künstler versucht immer, eigene Bilder zu schaffen“, erklärte Gräper. Dieser Denkart folgend fertigte sie unter anderem Holzschnitte, druckte diese auf alte Seekarten, die sie von ihrem früher einmal segelnden Vater bekommen hatte und brachte damit „das Lechwasser in die Meere der Welt“.

Weiterhin können neben „Freischwimmerinnen“ auch mehrere farbenfrohe aus Linde geschnitzte mit dem Landleben befasste Figuren und noch einiges mehr angeschaut werden. Zu ihren Figuren gebe es auch immer eine Geschichte, schilderte sie den Besuchern.

Dabei vereinen ihre Arbeiten Tradition mit zeitgenössischer Kunst. Darin finden sich eigenwillige Umsetzungen von Mensch und Natur. Da ihre farbenfrohen Figuren durchweg Frauen sind, konnte sich Werner Moll wohl die von Gelächter begleitete Frage nicht verkneifen, warum sie keine Männer schnitze. Da diese schon ausverkauft seien, meinte darauf Michaela Johanne Gräper.

Eine gute Woche bleibt noch Zeit, am Donnerstag von 17.30 bis 19 Uhr und am Sonntag von 16 bis 18 Uhr, diese „GESAMTSITUATIONSBEDINGTEWEIBERANSICHT“ zu bestaunen.

Die weitgereiste Künstlerin, die ihre Ausbildung an der Schnitzschule an ihrem Geburtsort Oberammergau und anschließend an der Kunstakademie München sowie am Technicon in Pretoria/Südafrika absolvierte, befasst sich zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts auch mit Restaurierungen. Im letzten Winter beispielsweise hat sie Bühnenbildmodelle der Passionsspiele in Oberammergau restauriert. Auch in Kirchen geht sie dieser Profession nach.

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