Werke unterschiedlich betroffen

Hoerbiger im Ausnahmezustand

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Weil das Werk in Altenstadt Komponenten für Beatmungsgeräte herstellt, ist die Zahl an Bestellungen groß-

Schongau/Altenstadt – Das Coronavirus sorgt für Stillstand bei den Automobilherstellern. An seinen Automotive-Standorten in Schongau, Penzberg und Oberstenfeld reagiert der Hoerbiger-Konzern mit Kurzarbeit und vorübergehenden Schließungen. Das Werk in Altenstadt ist auf andere Weise im Ausnahmezustand: Es produziert Schlüsselkomponenten für Beatmungsgeräte.

Die Corona-Krise zeigt weltweit Auswirkungen auf die Automobilindustrie. Zahlreiche Fahrzeughersteller haben ihre Werke in Europa bis auf weiteres geschlossen. Diese Entwicklung beeinflusst auch die Zulieferer. Hoerbiger reagiert mit Kurzarbeit an den Standorten Schongau, Penzberg und Oberstenfeld. Die Werke stellten ihre Produktion in der vergangenen Woche in großem Umfang oder sogar komplett ein. „Von der Teil- und Komplettschließung betroffen ist ein Großteil der Mitarbeiter aus den Unternehmensbereichen Antriebstechnik und Kompressortechnik“, erklärt Anja Weidel, im Unternehmensbereich Drive Technology zuständig für Marketing & Communications.

Bei der Hoerbiger Flow Control GmbH in Altenstadt hingegen sieht die Lage ganz anders aus. Sie steht bei der Krisenbewältigung an vorderster Front: „Unsere Piezoventile sind Schlüsselkomponenten für Beatmungsgeräte“, sagt Geschäftsführer Philipp Baldermann. „Wir haben Großbestellungen aus Deutschland, Schweden, den Niederlanden und Großbritannien.“ Teilweise werden innerhalb eines Monats Mengen abgerufen, die sonst dem Jahresbedarf entsprechen.

kb

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