Ab 1. Januar:

Wetterstation fast unbemannt

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Nicht mehr rund um die Uhr wird seit 1. Januar die Wetterbeobachtung auf dem Hohen Peißenberg durchgeführt. Diese wird automatisiert.

Hohenpeißenberg – Auch hinsichtlich des Wetters ist ein ereignisreiches Jahr vorüber gegangen. Neuerungen stehen zum 1. Januar bei der Wetterbeobachtung auf dem Hohen Peißenberg an: Diese wird jetzt automatisch betrieben

Sieben Personen sind nötig, um eine Wetterbeobachtung rund um die Uhr gewährleisten zu können. In der langfristigen Personaleinsparung sieht Dr. Wolfgang Steinbrecht vom Observatorium den größten Vorteil der Automatisierung. Vier der derzeit fünf Wetterbeobachter werden künftig in anderen Arbeitsgruppen auf dem Hohen Peißenberg beschäftigt.

Der größte Unterschied wird nun sein, dass die Wetterbeobachtung nicht mehr ständig besetzt sein wird und nicht mehr dauernd Augenbeobachtungen gemacht werden. „Die meisten Wetterparameter werden aber auch in Zukunft rund um die Uhr und in hoher Qualität automatisch gemessen, z.B. Temperatur, Wind, Niederschlag usw.“, so Steinbrecht. Diese automatischen Messungen sollen auch in Zukunft noch dreimal am Tag – zu den sogenannten Mannheimer Stunden um 7.30, 14.30 und 21.30 Uhr – kontrolliert und durch Augenbeobachtungen ergänzt werden.

Einen Nachteil der Automatisierung sieht Steinbrecht im möglichen Verlust von Daten, die für die Beschreibung der Klimaänderung gebraucht würden. Bei extremem Wetter wie Schneesturm oder Hagel, bestehe eine gewisse Gefahr, dass Sensoren ausfallen. Nach Erfahrungen mit über 100 automatischen Stationen sei dieses Risiko aber gering, ergänzt der Experte. Schwieriger sei für das Observatorium, dass man sich in Zukunft viel besser überlegen müsse, wie man nachts und am Wochenende mit Feueralarmen oder Geräteausfällen umgehe. Ab 1. Januar wird darauf kein Wetterbeobachter mehr ständig ein Auge haben. 

asn

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