Franz Brannekemper tritt in die Fußstapfen von Anton Guggemos

Die Wieskirche hat einen neuen Organisten

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Am Spieltisch auf der Empore in der Wieskirche: Franz Brannekemper.

Steingaden – Die vertraglichen Modalitäten mit der Diözese Augsburg sind abgeschlossen, nun ist es offiziell: Franz Brannekemper ist Organist der Wieskirche. Der 60-jährige Hohenpeißen-berger ist Nachfolger von An-ton Guggemos, der den Dienst auf der Empore nach 40 Jahren beendet hat.

Die offizielle Lesart ist die, dass Anton Guggemos, 68, aus Alters- und aus Krankheitsgründen aufgehört hat. In Steingaden und in Wildsteig, wo Guggemos zu Hause ist, weiß man aber zudem von Differenzen zwischen Wiespfarrer Gottfried Fellner und dem lang-jährigen Musiker. Der 68-Jährige ist noch im Pfarrverband Rottenbuch unterstützend tätig und da vor allem in Wildsteig. 

Sein Nachfolger Franz Brannekemper ist in der Wies ein bekanntes Gesicht. 15 Jahre, von 1990 bis 2004, leitete er die Konzertreihe Festlicher Sommer in der Wies. Ebenfalls seit 1990 war er mit Orgelvertretungen betraut, die seit 2004 zugenommen haben. 

Seit elf Jahren leitet der Berufsmusiker auch den Chor „Cantabene“, der einmal im Monat im Pilgersaal in der Wies probt und jährlich drei oder vier Messen in der Rokokokirche gestaltet; die nächste ürbigens am Ostermontag um 11 Uhr. 

Er habe sich gefreut, dass Wiespfarrer Gottfried Fellner ihn gefragt habe, sagt Brannekemper. „Es ist eine Ehre, Organist in einer der bedeutendsten Kirchen Deutschlands zu sein.“ Freilich fordere die Aufgabe. Sowohl künstlerisch als auch organisatorisch. 

Ein Beispiel dafür seien die Vorbereitungen für den BR-Rundfunkgottesdienst, der am Pfingstsonntag aus der Wieskirche übertragen werde und der einen minutiösen Ablauf erfordere. Brannekemper, der seit elf Jahren freiberuflich Musikunterricht gibt und außer in der Wies auch in anderen Kirchen wie etwa auf dem Hohen Pei-ßenberg als Aushilfe an der Orgel eingesprungen ist, freut sich auf die Vielfalt. 

Damit meint der studierte Schul- und Kirchenmusiker vor allem die Gestaltung der Gottesdienste und die Konzerte, aber auch die Mittagsmeditation zu den Wallfahrtstagen im Sommer. Das nächste Konzert ist in der Reihe „Musik und Wort“ am Ostersonntag um 17 Uhr erstmals in der Wies eine Aufführung mit Orgel und Fagott.

Brannekemper stammt aus Westfalen. Dort war er in jun-gen Jahren schon als Organist in Lippstadt angestellt und leitete zudem einen Kirchenchor. 1989 kam er nach Schongau. Seit 1999 wohnt Brannekemper, der geschieden ist und in der Freizeit gerne zum Joggen geht, in Hohenpeißenberg. 

Wie er die neue Aufgabe in der Wies, die eine Teilzeitstelle ist und viel Flexibilität erfordert, mit seinem Beruf als Musiklehrer abstimmt? Brannekemper antwortet diplomatisch mit den Worten eines Musikers: „Ich weiß das in Einklang zu bringen.“

Johannes Jais

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