Vereinssammlung mit immer mehr Hindernissen

Schongauer Altpapier ab 2020 ab in die Tonne

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Bisher haben die Vereine die Papiersammlung in Schongau übernommen. Da das aber immer weniger funktioniert, wird nun die Papiertonne eingeführt.

Schongau – Die Altpapiersammlung in Schongau-West und im Forchet muss am kommenden Samstag entfallen. Auch der Termin im August in eben diesen Bezirken 3 und 4 kann nicht durchgeführt werden. Der Grund: Den Vereinen fehlt Personal. Da das schon lange kein Einzelfall mehr ist, will die Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA) im neuen Jahr die Papiertonne einführen.

Im Landkreis übernehmen seit vielen Jahren die Vereine die Altpapiersammlung. Doch die haben immer mehr Probleme. Es mangelt sowohl an Personal, als auch an Fahrzeugen. In Schongau wird etwa die halbe Stadt bereits von einem Unternehmen abgedeckt, das das Papier abholt. „In den letzten Jahren mussten immer mehr Vereine aufhören“, weiß Claudia Knopp von der EVA. Der Aufwand werde immer größer, da immer mehr Kartonagen anfallen. Das bedeutet für die Vereine nicht nur mehr zu tun, sondern auch weniger Geld, da sie nach Gewicht bezahlt werden. Zudem seien die Fahrzeuge, wie eben Traktoren und Anhänger, in Schongau nicht mehr so viel vertreten und müssten erst organisiert werden.

Die EVA musste also reagieren. Das tut sie mit der Einführung der Papiertonne. Jeder Haushalt bzw. jedes Grundstück soll ab 2020 eine solche Tonne erhalten. Die meisten werden sich wohl für einen 240-Liter-Behälter entscheiden. Große Wohnkomplexe können aber auch einen 1.100-Liter-Behälter anfordern, so Knopp. Ein diesbezügliches Schreiben soll noch vor den Sommerferien an die Bürger raus gehen. Bei der Erbenschwanger Abfallentsorgungsgesellschaft rechnet man mit rund 3.000 Tonnen, die wohl im Oktober verteilt werden sollen. Für den Kunden ändere sich nichts, Kosten gebe es für den Bürger nach wie vor nicht. Er müsse sich lediglich daran gewöhnen, die Kartonagen zu zerkleinern und in dem Behälter zu entsorgen und sie nicht einfach daneben abzustellen.

Der Kreisausschuss hat dem Vorhaben in der vergangenen Woche bereits einstimmig zugestimmt, der Kreistag muss im Juli noch das finale Okay geben. Knopp rechnet aber damit, dass er das auch tun wird. „Es gibt keine Alternative“, so die EVA-Sprecherin. 

asn

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