Von Windfang bis Künstlerzimmer: Im Ballenhaus wird umgebaut

Bye, bye Rumpelkammer

+
Wenn die Tür zum Ballenhaus im Winter geöffnet wird, zieht’s bis in den Saal. Ein Windfang soll das Problem beheben.

Schongau – Beim Kulturverein Schongauer Land werden sie das gerne hören: Der Bauausschuss hat am Dienstag die seit langem versprochene Neugestaltung des Künstlerzimmers im Ballenhaus endgültig auf den Weg gebracht und gleich noch eine Reihe weiterer baulicher Verbesserungen beschlossen.

 Eigentlich schien schon im Juli 2012 alles in trockenen Tüchern zu sein. Damals stimmte der Bauausschuss einstimmig dafür, dem Antrag des Kulturvereins zu folgen, der dringende Verbesserungen am Künstlerzimmer im Ballenhaus angemahnt hatte. Dieses strahle mehr den Charme einer Rumpelkammer aus und erfülle die Anforderungen nicht mehr, so der Verein. 

Doch aus den beschlossenen Verbesserungen, die unter anderem den Einbau einer eigenen Toilette, sowie einer Liege und eines Schminktisches vorsahen, ist seitdem nichts geworden. „Wir haben das im Mai 2013 gestoppt, sind quasi auf halbem Weg stehen geblieben“, berichtete Stadtbaumeister Ulrich Knecht in der Sitzung des Gremiums am Dienstag. 

Der Grund: Man habe Bedenken gehabt, dass der Umbau Probleme bei größeren Veranstaltungen mit sich bringe, da für diese das Künstlerzimmer bislang für das Catering genutzt werde. 

Dass jetzt wieder Bewegung in die Sache kam, lag an Bürgermeister Falk Sluyterman, der am Dienstag aus Termingründen die Sitzung des Bauausschusses nicht selbst leiten konnte. Er habe das Thema wieder aufgegriffen, berichtete Knecht. Herausgekommen sei ein „gutes Konzept“, dass nicht nur die Probleme mit den fehlenden Flächen beseitige, sondern auch anderweitige Verbesserungen bringe. 

Dazu zählt vor allem der Einbau eines Windfangs im Eingangsbereich. „Wenn die Tür geöffnet wird, zieht die Kälte bis rauf in den Saal“, sagte Knecht. Das bestätigte auch Cornelia Funke (CSU), die daher den Vorschlag sehr begrüßte. „Das ist dringend nötig.“ Gelöst werden soll der Windfang mittels einer Schiebetür. „Das wäre dann auch barrierefrei“, stellte der Stadtbaumeister fest. 

Im Erdgeschoss soll künftig auch die bislang im ersten Stock untergebrachte Garderobe Platz finden und zwar in einem Raum, der bisher vom Wirt des Ballenhauses als Getränkelager genutzt wird. Zugute kommt der Stadt, dass der Raum gar nicht im Mietvertrag mit dem Pächter enthalten ist. „Wir haben natürlich geschaut, dass wir eine Alternative für den Wirt finden“, betonte Knecht. 

Fündig wurde man im Speicher, wo bislang schon das Bier lagerte. „Laut Statiker ist das machbar.“ Auch der für die Garderobe nötige Durchbruch sei kein Problem. „Das haben wir mit der Denkmalschutzbehörde abgeklärt“, berichtete Knecht. Durch den Umzug der Garderobe wird im ersten Stock ein zusätzlicher Raum frei, der in Zukunft für das Catering genutzt werden kann. 

Zusammen mit den Kosten für den Umbau des Künstlerzimmers bezifferte Knecht die nötige Investition auf rund 52000 Euro. „Das ist eine vernünftige Lösung.“ Das sahen auch die Stadträte so. „Ich bin froh, dass sich da jetzt endlich was bewegt“, sagte Paul Huber (CSU). Einstimmig wurde das Konzept abgesegnet.

Damit es auch wirklich im kommenden Jahr umgesetzt werden kann, muss das Projekt jetzt noch den Eingang in den Haushalt 2015 finden, über den der Stadtrat demnächst berät.

Christoph Peters

Auch interessant

Meistgelesen

Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen

Kommentare