Richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr bei Schnee und Eis

Vorerst noch kein Schnee-Chaos im Altlandkreis Schongau

+
Äste am Straßenrand hängen tief herunter unter der Schneelast, Straßenschilder sind kaum noch zu lesen – so stellte sich die Situation am Sonntag auf der B17 dar.

Landkreis – Der Wintereinbruch am vergangenen Wochenende hält die Region in Atem. Während andernorts Schulen ausfallen und Straßen gesperrt werden mussten, ist das Schongauer Land noch verhältnismäßig glimpflich davon gekommen. Weitere Schneefälle stehen aber in dieser Woche an. Die Polizei verweist daher besonders auf Vorschriften und richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr.

Nach dem Wintereinbruch registrierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd vermehrt Verkehrsunfälle, die großteils aber glimpflich, also ohne Personenschäden, verliefen. In den meisten Fällen waren die winterlichen Wetter- und Straßenverhältnisse mit­ursächlich für die Schadensfälle. So auch bei einem der wenigeren schweren Crashs, bei dem in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein 25-jähriger Peitinger eingeklemmt wurde.

Die Verkehrspolizeidienstellen des Polizeipräsidiums weisen deshalb auf die wichtigsten Verhaltens- und Ausrüstungsvorschriften hin. Dabei handelt es sich vor allem um die Winterreifenpflicht, eine angepasste Geschwindigkeit, freie Sicht sowie funktionierende Beleuchtung. „Wer sein Fahrzeug bei winterlichen Straßenverhältnissen – dazu gehören Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte – führt, für den sind Winterreifen Pflicht“, so Präsidiumssprecher Stefan Sonntag. Wer dagegen verstößt muss mit einem Bußgeld zwischen 60 und 120 Euro rechnen.

Sonntag weist außerdem auf die an die besondere Situation angepasste Geschwindigkeit hin. Auch wenn das zulässige Höchsttempo durch Verkehrszeichen geregelt wird, könne aufgrund der Wetterverhältnisse eine deutlich geringere Geschwindigkeit geboten sein, verweist der Polizeisprecher. Auch hier kann ein Verstoß mit 100 bis zu 145 Euro Bußgeld geahndet werden.

Freie Sicht sollte ebenfalls gewährleistet sein. Unzureichendes Freimachen der Scheiben von Eis und Schnee kann eine Strafe nach sich ziehen. Wer Andere durch vom Auto herabfallenden Schnee bzw. Eis gefährdet, kann mit bis zu 120 Euro zur Kasse gebeten werden.

Gleiches gilt für die Beleuchtung, die regelmäßig von Schnee und Eis befreit werden sollte. Dabei gehe es nicht nur darum, selbst genug zu sehen, sondern auch darum, von anderen gesehen zu werden, macht Sonntag klar.

Mittlerweile musste indes das erste bayerische Skigebiet wegen zu viel Schnee schließen.

Auch interessant

Meistgelesen

"Haus der freien Liebe" für Peiting?
"Haus der freien Liebe" für Peiting?
Waghalsige Stunts mit dem Kanapee
Waghalsige Stunts mit dem Kanapee
Jugend forscht kommt erneut nach Schongau
Jugend forscht kommt erneut nach Schongau
Christian Meier übergibt die Leitung der Schongauer Tafel
Christian Meier übergibt die Leitung der Schongauer Tafel

Kommentare