Woche der Gesundheit an der Berufsschule Schongau

Regenwald retten beginnt beim Einkauf

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Ernährungsberaterin Alexandra Eideloth klärt über den hohen Zuckergehalt vieler Lebensmittel auf.

Schongau –  Am beruflichen Schulzentrum Schongau drehte sich jüngst alles um nachhaltige Ernährung. Bereits zum zweiten Mal fand die "Woche der Gesundheit" für die Berufsschüler statt. 

Mit einem mulmigen Gefühl verließen viele Schüler das Schongauer Lagerhauskino nach dem Film „Taste The Waste“. Der Streifen thematisiert das sinnlose Wegwerfen unzähliger Lebensmittel in unserer Gesellschaft. Der Kinobesuch war ein Höhepunkt der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltige Ernährung“ stand. 

Die Veranstaltung bot den Schülern der Berufsfachschulen für Kinderpflege, Sozialpflege und Hauswirtschaft nicht nur ein abwechslungsreiches Programm mit interessanten Vorträgen: Vor allem war Eigeninitiative gefragt. Es referierten Ernährungswissenschaftlerin Claudia Osterkamp-Behrens aus Ottobrunn-, Alexandra Eideloth – sie führt als Ernährungsberaterin eine Naturheilpraxis in Rott – und die Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz, Kreisgruppe Landsberg am Lech, Thea Wolf. Zunächst brachte Osterkamp-Behrens, die übrigens für die Ernährungsberatung des Olympiastützpunktes Bayern zuständig ist, den Schülern nahe, welche Getränke für Sportler besonders geeignet sind und welche nicht. In der Präsentation von Alexandra Eideloth ging es zunächst um den hohen Zuckergehalt vieler als „Kinderkost“ angebotenen Lebensmittel. Anschließend stellten die Schüler unter fachkundiger Anleitung gesunde Alternativen zu den im Handel erhältlichen und oft völlig überzuckerten Lebensmitteln her. Provozierend fragte Thea Wolf schließlich: „Was hat unser Einkauf im Supermarkt mit den Regenwäldern der Erde zu tun?“ und klärte darüber auf, wie wohlüberlegtes Einkaufsverhalten Nachhaltigkeit fördern kann.

Lehrkräfte der Schule ergänzten die Projektwoche mit ihren Beiträgen. Unter dem Titel „Erdbeeren im Winter?“ diskutierte man bei Veronika Samereier, Fachlehrerin an der Hauswirtschaftsschule, über die Vorzüge regionaler und saisonaler Lebensmittel. Lehrkraft Veronika Rohrmoser plädierte für „G’scheit essen mit Genuss und Verstand“. Dazu erarbeiteten die Schüler Menüvorschläge. Anschließend gab es Prämien für die gelungensten Vorschläge hinsichtlich Saisonalität und Regionalität. Dominik Oppermann, Lehrer für Pädagogik und Psychologie, erklärte, wie man mit dem Ökologischen Fußabdruck Nachhaltigkeit messbar machen kann. agj


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