In zwei Runden:

Bieterverfahren für das Kreuzerhaus

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Das Kreuzerhaus in Peitings Ortsmitte soll jetzt veräußert werden.

Peiting – Das Anwesen an der Schongauer Straße 3, das so genannte Kreuzerhaus in der Ortsmitte, soll veräußert werden. Ein Käufer soll über ein Bieterverfahren gefunden werden, das in zwei Etappen ablaufen wird. So haben es die Gemeinderäte beschlossen.

Mittlerweile ist das Haus an der Ecke Schongauer Straße/Obere Straße komplett geräumt. Zuletzt war dort das Begegnungscafé des Asylhelferkreises untergebracht, das letzten Sommer in das Fliegauf-Haus an der Ammergauer Straße umgezogen ist. Zuvor war von 2014 bis Anfang 2016 der Verkaufsraum für eine Existenzgründerin („Lieblingsladen“) im Kreuzer-Haus eingerichtet.

Stefan Kort, geschäftsleitender Beamte im Peitinger Rathaus, führte aus, dass nicht nur der Preis als wesentliches Kriterium betrachtet werden soll, sondern auch der Aspekt, welche Nutzung dort vom künftigen Eigentümer vorgeschlagen wird. Der Bebauungsplan sieht in dem Bereich ein Mischgebiet vor. Dies bedeutet, dass Wohnen und Gewerbe möglich sind.

Die Gemeinde wolle, so ergänzte Kort, davon abrücken, Vorgaben bzw. Vorschläge zu machen. Nach einer ersten Bieterrunde, die ungefähr vier Wochen gehen soll, könne die Gemeinde dann den Preis festlegen oder den Kaufinteressenten Anregungen zum Nachbessern geben. Dann folge die zweite Bieterrunde, nach der eine Entscheidung zu treffen sei.

Der Beschluss zum Verfahren beinhaltet, dass der Name Kreuzerhaus außen lesbar an der Fassade angebracht werden soll – so wie es bisher mit dem geschwungenen Schriftzug über dem Eingang der Fall ist. Außerdem soll der Erlös aus der Veräußerung konkret der Jugendarbeit in Peiting zufließen. Das Kreuzerhaus ist schon länger in einem maroden Zustand. Es wurde 1897 erbaut. Das Anwesen, das wohl abgerissen wird, gehört seit mehreren Jahrzehnten der Kommune.

Dem Wunsch des Gemeinderates Gunnar Prielmeier, die Garagen auf der Südwestseite aus dem zu verkaufenden Grundstück herauszunehmen, wollte Bürgermeister Michael Asam nicht entsprechen. Der Aufwand des Abmarkens und Vermessens sei’s nicht wert, nur um die Garage zu erhalten. Gemeinderat Andreas Barnsteiner merkte an, ein Erhalt der Garage sei nicht förderlich für den Verkauf. 

Johannes Jais

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