Stellplätze am Festplatz:

Wohnmobile zahlen in Schongau künftig mehr

Wohnmobil Stellplatz Schongau Parkschein Automat
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Der Parkscheinautomat am Wohnmobilstellplatz ist offenbar häufig Ziel von Vandalismus. Unter anderem auch deshalb schafft die Stadt nun einen neuen an – mit der Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen.

Schongau – Immer wieder ist der Parkscheinautomat am Wohnmobilstellplatz Ziel von Vandalismus. Deshalb und weil die Stadt auf kontaktloses Bezahlen umsteigen will, wird er nun umgerüstet. Auf die Wohnmobil-Fahrer kommt im Zuge dessen auch eine Preis­erhöhung zu.

In der Vergangenheit ist der Automat beim Volksfestplatz mit einem Geldscheinlesegerät ausgestattet worden, weil Beschwerden eingegangen waren, dass die Wohnmobilisten nicht ausreichend Münzgeld vorrätig hätten, berichtete Martin Blockhaus in der jüngsten Stadtratssitzung. Dieses Lesegerät sei immer wieder Ziel von Vandalismus. Auch aktuell ist es wieder defekt und eine Reparatur nicht möglich, so Blockhaus weiter. Zudem müsse das Gerät bei Einführung neuer Banknoten getauscht werden.

Für die Wohnmobile am Festplatz erhebt die Stadt eine Tagesgebühr von fünf Euro. Dadurch habe man in den vergangenen Jahren Einnahmen zwischen 4.000 und 5.700 Euro erzielt. In den Kosten enthalten sind für die Wohnmobilfahrer auch Wasser, Strom und Entsorgung.

Ganz ohne Münzen und Scheine

Eine Ersatzbeschaffung würde laut Blockhaus rund 2.375 Euro kosten. Bei der Umrüstung zu kontaktlosem Bezahlen – ohne die Möglichkeit mit Münzen zu bezahlen – kämen etwa 5.600 Euro auf die Stadt zu. Bei der Umrüstung fallen zusätzliche monatliche Kosten in Höhe von rund 20 Euro für Mobilfunkkarte, Betriebssystem und Netzbetriebspauschale an. Außerdem würden pro Transaktion rund 0,25 Prozent vom Umsatz als Serviceentgelt anfallen.

Blockhaus schlug vor, den Parkscheinautomaten am Wohnmobilstellplatz auf kontaktloses Bezahlen, ohne Münzeinwurf und Geldscheinlesegerät, umzurüsten. „Zur Kompensation der zusätzlichen Kosten sollte das Tagesticket von derzeit fünf Euro auf sechs Euro angehoben werden“, erklärte Blockhaus in der Sitzung. Auch in der Altstadt könne er sich über kurz oder lang eine Umrüstung auf das kontaktlose Bezahlsystem vorstellen.

Drei Euro mehr

„Am Volksfestplatz habe ich damit kein Problem, in der Altstadt schon“, so Stefan Konrad (SPD). Viele, vor allem auch ältere Menschen, würden nicht gerne mit Karte bezahlen. Auch Kornelia Funke (CSU) plädierte zumindest in der Altstadt für beide Varianten. Aber Nachfragen zur Möglichkeit der kontaktlosen Bezahlung hätten sie durchaus auch schon erreicht.

Die kontaktlose Variante sei bei Wohnmobil-Stellplätzen Gang und Gäbe, war die Meinung von Ilona Böse (SPD). Zudem fand sie fünf bzw. sechs Euro für ein Tagesticket, in dem Wasser, Strom und Entsorgung eingeschlossen sind, recht wenig. „Wir können locker auf acht Euro erhöhen“, so Böse. Dem pflichtete Gregor Schuppe (ALS) bei. Die Stadt müsse mit Blick auf die Haushaltslage dringend ihre Einnahmen erhöhen. „Das ist zwar nicht viel, aber immerhin etwas“, so Schuppe.

Der Stadtrat beschloss am Dienstag einstimmig die Umrüstung des Parkscheinautomaten am Wohnmobilstellplatz auf ein kontaktloses Bezahlsystem. Ein Münzeinwurf oder Geldscheinlesegerät wird nicht vorgesehen. Die Kosten für ein Tagesticket werden von fünf auf acht Euro angehoben.

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