Zehn Millionen Euro für neue Schule

Schongau bekommt eine neue Grundschule, allerdings keine weitere; stattdessen wird das alte, aus den 60er-Jahren stammende Gebäude abgerissen und an dessen Stelle ein neues gebaut. Die Kosten hierfür werden mit zehn Millionen Euro veranschlagt. Dies ist noch immer günstiger als zu renovieren.

Bereits im August vergangenen Jahres hatten die Räte der Grundschule bei den anstehenden Bauarbeiten eine höhere Priorität als der Dreifachturnhalle zugebilligt (wir berichteten). Unklar war allerdings lange, ob das etwa 40 Jahre alte Bauwerk von Grund auf saniert oder gleich besser abgerissen und neu gebaut werden soll. „Für eine Sanierung der Schule müssen wir mit 10,3 Millionen Euro rechnen“, stellte Stadtbaumeister Ulrich Knecht klar und verdeutlichte gleichzeitig, dass ein Neubau „nur“ knapp zehn Millionen Euro kosten werde. Zwei Gebäudekomplexe, die erst in den 90er-Jahren gebaut worden waren, sollen von der Abrissbirne verschont bleiben. Es handelt sich hier um den Bautrakt, in dem sich der Werkraum, der Textilarbeitsraum, der Musiksaal und ein Klassenzimmer befinden sowie um den Verwaltungstrakt nebst Hausmeisterwohnung. Von der Stadt beauftragte, unabhängige Fachleute waren zu dem Schluss gekommen, dass die vorhandene Bausubstanz soweit verbraucht sei, so dass sich eine Sanierung im Verhältnis zu einem Neubau einfach nicht lohne. „Die Zukunft unseres Landes wird in den Klassenzimmern entschieden“, proklamierte Knecht und traf mit dieser Aussage bei den Stadträten ins Schwarze. Hoffnungsvoll ist der Stadtbaumeister auch bei den Zuschüssen: „Ich gehe davon aus, dass wir mit 30 Prozent der Baukosten rechnen können und vielleicht ist auch das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket gut für den Schulneubau anwendbar“, klärte Knecht auf. Klare Forderungen an die Größe der Klassenzimmer indes kamen von Seiten der SPD. „Die Klassenzimmer müssen mindestens 70 Quadratmeter aufweisen“, verlangte Bohrer und forderte zudem, dass die neue Grundschule auf jeden Fall eine Aula erhalten müsse. Zudem schlug dieser einen „Runden Tisch“ vor, an dem sich alle Entscheidungsträger beteiligen sollten. „Wir werden nicht das Optimale herausholen können, aber wir sollten das Beste daraus machen“, erklärte Bohrer abschließend. Doch bis zum Baubeginn wird noch einige Zeit vergehen, wie Stadtbaumeister Ulrich Knecht klar stellte. Anfang 2011 könnten die Bagger anrücken, gab dieser bekannt, wobei geplant ist, das Vorhaben auf zwei Bauabschnitte zu verteilen.

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