Ruhe trotz Tatendrang

Stadt verweist auf Schongauer Lärmschutzverordnung

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Wer im Garten werkelt, sollte sich an die Lärmschutzverordnung der Stadt und die Ruhezeiten halten.

Schongau – Mit der Sommerzeit erwacht in vielen Haushalten der Tatendrang. Da werden Hecken geschnitten, der Rasen gemäht, das Dach der Gartenhütte renoviert, neue Zäune aufgestellt, dafür Latten abgeschliffen, zusammengesägt und in den Boden gehämmert. Und das ist auch gut so. Diesbezüglich bittet Bürgermeister Falk Sluyterman die Schongauer aber auch, sich an die Lärmschutzverordnung zu halten.

Leider verlieren wir bei dem ganzen Tatendrang manchmal das Wohl unserer Nachbarn aus dem Blick, die mittags von der Arbeit gestresst nach Hause kommen und in Ruhe mit der Familie essen wollen, oder das Wohlbefinden kleiner Kinder, die gerade in der Mittagszeit ihren Mittagsschlaf abhalten oder ältere und manchmal auch kranke Mitmenschen, die auf ein wenig Ruhe im Sinne ihrer Gesundheit geradezu angewiesen sind, so das Stadtoberhaupt.

Um das Verlangen nach uneingeschränkter Handlungsfreiheit einerseits und das Ruhebedürfnis andererseits in einen gerechten Ausgleich zu bringen, hat der Stadtrat der Stadt Schongau bereits im Jahr 2015 eine Ruhestörungsverordnung erlassen. In den dort festgelegten Ruhezeiten (Montag bis einschließlich Samstag von 12 Uhr bis 14 Uhr und Montag bis einschließlich Freitag von 20 Uhr bis 7 Uhr und Samstag ab 18 Uhr) dürfen keine ruhestörenden Haus- und Gartenarbeiten vorgenommen und Musik laut abgespielt werden. Auch Haustiere sind so zu halten, dass Nachbarn nicht unzumutbar belästigt werden. Dies gilt natürlich auch durchgehend an Sonntagen, da dieser Tag der Ruhe durch das Feiertagsgesetz besonders geschützt ist.

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