Bürgerliste Burggen einstimmig für Josef Schuster

Wieder Wahlkampf in Burggen

Josef Schuster Burggen Bürgermeister
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Weiß die Aufstellungsversammlung hinter sich: Alle 18 Wahlberechtigten votierten für Josef Schuster.

Burggen – Auf der Gemeinde-Homepage richtet er noch als Dorfoberhaupt sein Grußwort an die Besucher, doch offiziell ist Josef Schuster nicht mehr Burggens Bürgermeister. Das Urteil des Münchner Verwaltungsgerichts ist seit 1. März rechtskräftig. Seit 30. April greift die Stellvertreterregelung; sie besagt, dass Johann Welz bis zur Neuwahl am 11. Juli erster Bürgermeister der Gemeinde ist. 

Johann Welz vertritt seit 30. April die Gemeinde Burggen; er führt den Vorsitz im Gemeinderat, dessen Mitglied er seit sieben Jahren ist, und vollzieht seine Beschlüsse. Der 65-Jährige war im Mai 2020 zum zweiten Bürgermeister gewählt worden.

Die Richterin des Verwaltungsgerichtes erklärte, dass mit Ablauf des 29. April die Rechtsmittelfrist für den Rechtsstaat Bayern und die Beigeladenen abgelaufen ist. Josef Schuster hatte auf Rechtsmittel schriftlich verzichtet. Damit ist er nach 13 Jahren als Gemeindeoberhaupt von allen Aufgaben eines Bürgermeisters freigestellt.

Josef Schuster akzeptiert zwar dieses Urteil, glücklich darüber ist er nicht und wirft erneut seinen Hut in den Ring. Denn er will auch die nächsten sechs Jahre wiederum erster Bürgermeister werden.

Bei der Neuwahl am 11. Juli geht er erneut für die Bürgerliste Burggen ins Rennen und peilt damit seine dritte Amtsperiode an. Das hatte er bei der von Helge Mandak geleiteten Aufstellungsversammlung am Dienstagabend deutlich gemacht. Für die Bürgerliste war er der einzige Kandidat.

18 Wahlberechtigten hatten Corona-bedingt reichlich Platz in der Turnhalle der Grundschule, in der bei so manchen Veranstaltungen schon mal 600 Besucher Platz fanden. Helge Mandak nahm sich Zeit, das Prozedere einer Aufstellungsversammlung zu erläutern, ehe er um Wahlvorschläge bat. Es war nur einer: Gemeinderat Dr. Stefan Schnack hatte Josef Schuster vorgeschlagen.

Gebürtiger Burggener

Josef Schuster (67) ist gebürtiger Burggener. Die Liste seiner beruflichen Tätigkeiten und auch der von ihm ausgeübten Ehrenämter ist lang. Im Alter von 15 Jahren hatte er im Dorf die Landjugend gegründet, er war TSV-Vorstand und Mesner. Zwölf Jahre war Schuster Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr, er absolvierte den Springer- und Einzelkämpfer Lehrgang. Bis zu seiner Pensionierung 2008 übte er Verwaltungstätigkeiten bei der Regierung von Oberbayern und beim Landratsamt Weilheim- Schongau aus. Seit 1984 ist Schuster Mitglied im Gemeinderat. Von 2002 bis 2008 war er Vize von erstem Bürgermeister Hans Selzle, 2008 wurde er dessen Nachfolger. Seit fünf Jahren ist Schuster Witwer. Vor drei Jahren war es vorbei mit seiner Beamtentätigkeit beim Landratsamt. Im Ruhestand hatte er fortan mehr Zeit für seine Arbeit als erster Bürgermeister.

„Ich bin Bürgermeister mit Herzblut“, sagte er bei der Aufstellungsversammlung. Das gelte auch für die nächsten sechs Jahre. Der Schwerpunkt als Bürgermeister liege „auf einer intakten Dorfkultur“ und einer gesunden Gemeinschaft.

18 Stimmen wurden bei der Kandidatenwahl abgegeben. Alle votierten für Josef Schuster. Nächster Akt: Am 19. Mai ist die nächste Aufstellungsversammlung. Diesmal von der Burggener UWG. Ihr Kandidat für die Bürgermeister Wahl ist Richard Lang.

Walter Kindlmann

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