Auf Ideen der Bürger gesetzt

60 Weilheimer bringen sich in Zukunftswerkstatt ein

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Die Moderatorenrunde der Zukunftswerkstatt

Weilheim – „Der Anfang ist gemacht. Die ‘Zukunftswerkstatt Weilheim 2030’ geht weiter“, halten ihre Organisatoren fest. Bei einem Pressegespräch am Montag zeigten sich Angelika Flock, Frank Dittmann und Marion Lunz-Schmieder von den Ideen beeindruckt, die 60 Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Samstag in sieben Arbeitskreisen eingebracht hatten.

Alle politischen Denkrichtungen und Altersgruppen, Lehrer ebenso wie Ärzte, Dienstleister und karitative Einrichtungen sind der Einladung der CSU Weilheim ins TSV-Heim gefolgt, berichtete Flock. Von 10 bis 12 Uhr wurden in Arbeitskreisen (AK) Kritikpunkte geäußert, Ideen und Visionen diskutiert und am Nachmittag von den Sprechern vorgetragen. „Uns war wichtig zu hören, was die Bürger wünschen und wo sie der Schuh drückt. Die Plattform ist jetzt geschaffen“, erklärte Flock. 

Die CSU will die Anregungen der Bürger kommendes Wochenende in den ISEK-Workshop (wir berichteten) im Rathaus einbringen, in ihr Wahlprogramm aufnehmen und bei einer weiteren Veranstaltung im Herbst konkretisieren. Das Engagement der Teilnehmer und ihr Know how zeigen auch, dass in der Agenda über Jahre hinweg effektiv gearbeitet worden ist. „Diesen Prozess wollen wir wiederbeleben“, kündigte Lunz-Schmieder an. 

 Visionen für Weilheim 

Beim Umsetzen der Energiewende stärker eingebunden sein in Planungs- und Entscheidungsprozesse; mehr Kooperation statt Konfrontation: Diese Wünsche äußerten die Bürger in der „Energie-Werkstatt“ und forderten, keine Energieerzeugungsform auszuschließen. 

Im AK „Arbeiten in Weilheim“ sprachen sich die Teilnehmer für eine Aufwertung des Stadtmarketings aus, große Chancen sehen sie im Tourismus. Weitere Ziele: Ein Gründerzentrum oder eine Fachhochschule für Weilheim. 

Das Krankenhaus Weilheim sollte nicht an eine private Klinikkette verkauft werden; die Geburtshilfe könnte als Hauptabteilung eingerichtet und damit gesichert werden, hieß es im AK „G´sund“. 

Ein eigenes Informationszentrum für Jugendliche, ein Jugendtelefon und die Mitsprache im Stadtrat (Jugendstadtrat) brachte der AK „Jung bleim“ in die Ideenwerkstatt ein und sieht Bedarf an weiteren öffentlichen Sportplätzen. 

Die Vision eines Freizeitwegweisers mit ansprechender Internetplattform und offene Frei- zeitangebote für alle, also auch für jene, die nicht in Vereinen organisiert sind, erarbeitete der AK „Freizeit“. 

Gegen ein weiteres bauliches Verdichten der Innenstadt sprach sich der AK „Leben“ aus. Die Teilnehmer plädierten für einen klar geregelten Radwegnetzplan und besser ausgestattete Fahrradabstellplätze. 

Bunt wie Murnau statt „grün-grau“ wünscht sich der AK „Natur“ die Stadt Weilheim. Das Schaffen weiterer grüner Oasen setze aber in Politik, Verwaltung und Bürgerschaft ein Umdenken voraus.

Von Maria Hofstetter

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