Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Zusätzliche Beleuchtung am Schongauer Bahnhof

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Das freut den Seniorenbeirat: Die Rangier-Beleuchtung am Schongauer Bahnhof ist jetzt auch abends in Betrieb.

Schongau – Es werde Licht: Seit einigen Tagen ist es in den Abendstunden deutlich heller an Schongaus Bahnhof. Ein Vorstoß des Seniorenbeirats bei der Deutschen Bahn war erfolgreich, die Rangier-Beleuchtung nutzt nun auch dem Personenverkehr.

„Streit ums Licht“ hatte der Kreisbote Ende Januar getitelt, nachdem er von Elisabeth Wagner, Vorsitzende des Schongauer Seniorenbeirats, auf die Missstände aufmerksam gemacht worden war. In einem Schreiben an die Bahn monierte sie die „erhebliche Gefährdung der Verkehrssicherheit“. Zu dunkel sei es, vor allem rund ums Gleis 4. Ältere Leute könnten schnell ins Stolpern geraten. Eine „Intervention des Bürgermeister“ sei ungehört verhallt. Dabei sei die Lösung so einfach: Gleisfeldleuchten, die während des morgendlichen Rangierbetriebs sowieso brennen, könnten auch in den düsteren Abendstunden für Licht sorgen. Sogar das Büro von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schaltete sich ein.

Die Bahn, in Schongau nicht unbedingt für flugse Problemlösung bekannt, reagierte schnell. Zwar genüge die Beleuchtung am Hausbahnsteig aus ihrer Sicht, Unfälle habe es noch keine gegeben. Doch Verbesserungen seien angedacht: „Die Helligkeit wird sich durch den in Kürze vorgesehenen Austausch der Leuchtmittel sowie durch die Grundreinigung der Scheiben deutlich verbessern“, schreibt das Unternehmen. Erfreulich sei ferner, dass die „Verkehrsstation innerhalb der nächsten Jahre neu gebaut wird“.

Und die Gleisfeldleuchten, die für schnelle Abhilfe sorgen könnten? Sie brennen seit einigen Tagen tatsächlich auch außerhalb des Rangierbetriebs. „Wir haben DB-intern geprüft, dass diese Beleuchtung zusätzlich für die Reisenden genutzt werden kann“, teilt die Bahn mit.“

Ein anderer Wunsch Wagners geht indes nicht in Erfüllung: Die Einfahrt der Personenzüge von und nach Weilheim wird aus signaltechnischen Gründen nicht von Gleis 4 in Richtung Bahnhofsgebäude verlegt. Dennoch: „Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – somit konnte die Situation rasch verbessert werden“, schreibt die Vorsitzende des Seniorenbeirats an die Kreisboten-Redaktion.

ras

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