24 zusätzliche Krippenplätze

Eine neue Krippengruppe soll in der Clara-Fey-Tagesstätte entstehen. Foto: Peters

Was wünschen sich Eltern für ihre Kinder? Mit dieser Frage hat sich die städtische Mitarbeiterin Rita Weckbecker beschäftigt, nachdem man bei der Stadt Schongau wissen wollte, wie groß der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen ist. Heraus kam eine umfangreiche Bedarfserhebung, die Weckbecker nun in der jüngsten Sitzung des Stadtrates vorstellte. Das Ergebnis dürfte die Eltern freuen: Es sollen 24 zusätzliche Krippenplätze entstehen.

Die Wünsche der Eltern, die die städtische Mitarbeiterin auflistete, waren vielfältig. Es ging um Hortplätze, die Kindern eine Aufenthaltsdauer von einer bis zu acht Stunden ermöglichen, Ferienbetreuung, eine Aufsicht, die auch samstags sowie wochentags die Kinder ab 5.30 Uhr aufnimmt und eine Betreuung, die schon für Babies ab neun Monaten zuständig ist. Weckbecker hatte sogar Arztpraxen angeschrieben, um etwas über den Förderbedarf der Kinder und Babies zu erfahren. Lob gab es für die Erhebung seitens der CSU-Fraktion: „Das ist wirklich eine tolle Übersicht. So kann man sich gut auf den Stadtrat vorbereiten“, sagte Fraktionschef Michael Eberle. Die errechneten Zahlen und Geburtsstatistiken ergaben wenig überraschend einen dringenden Bedarf an Krippen-plätzen. Dieser soll zukünftig auch gedeckt werden. In den Clara-Fey-Tagesstätten soll eine neue Krippengruppe entstehen mit Platz für zwölf kleine Schongauer. Zwei davon werden Integrationsplätze für Kinder mit Behinderung oder für die, die von einer Behinderung bedroht sind. Im Kindergarten St. Johann soll eine reine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen in eine Krippe mit 12 Plätzen umgewandelt werden. Im Kindergarten St. Franziskus gibt es schon fünf Integrationsplätze, es werden noch weitere fünf hinzukommen. Damit hätte Schongau dann eine Deckung von 24,89 Prozent. „Die Stadt würde sich so der vom Staat bis 2013 geforderten Quote von 30 bis 35 Prozent nähern“, sagte Weckbecker. Für Schongau ist diese Neuerung natürlich auch mit Kosten verbunden. Denn nur im Kindergarten St. Johann läuft die Umwandlung der Kindergartenplätze zu Krippenplätzen kostenneutral ab. Der Aufbau der Clara-Fey-Krippe kostet die Stadt 32000 Euro jährlich. Die fünf Integrationsplätze in St. Franziskus schlagen mit rund 25000 Euro zu Buche. Weckbecker betonte aber, „dass dafür weniger oder fast keine Kinder mehr nach Peiting gehen müssen.“ Bislang hatte die Stadt zu wenig Integrationsplätze, weshalb einige Kinder in einen integrativen Kindergarten nach Peiting mussten. Strafzahlung für die Stadt inbegriffen. Der Stadtrat genehmigt die vorgestellten Pläne schließlich einstimmig.

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