Mischung macht‘s

Neues Baugebiet im Peitinger Norden

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Auf der Südseite des Baugebietes werden am Starenweg (vorne) zwei Mehrfamilienhäuser berücksichtigt. Dahinter folgen Richtung Norden die Einzel- und Doppelhäuser.

Peiting – Die Mischung macht’s. Der Ausspruch trifft auf das neue Baugebiet im Norden Peitings zu, das zwischen Starenweg, Drosselstraße und Unterfeldweg erschlossen wird. Am Starenweg sind zwei Mehrfamilienhäuser mit zusammen 18 Wohnungen vorgesehen. Nördlich davon befinden sich die Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften – knapp 20 an der Zahl.

Unter drei Vorschlägen der Freisinger Landschaftsarchitekten Narr | Rist Türk befürworteten die Räte im kleinen Peitinger Ferienausschuss Ende April zum Wohnungsbau eine Variante mit zwei Mehrfamilienhäusern. Eine Alternative mit einem großen Baukörper bezeichnete Marktbaumeister Fabian Kreitl als zu wuchtig.

An den zwei Mehrfamilienhäusern soll aber kein drittes Vollgeschoss ausgebildet werden, wie es der Vorschlag des Städteplaners war. Der Wunsch aus dem Kreis der Gemeinderäte ist es, das Gebäude etwas niedriger zu halten und dafür einen Wiederkehr anzubringen, der in der mittleren der oberen Wohnungen viel Lichteinfall ermöglicht. Den Vorschlag brachte Peter Ostenrieder.

Die beiden Mehrfamilienhäuser entstehen an der Nordseite des Starenweges. Auf der anderen Straßenseite – im Süden – wurden vor einigen Jahren zwei Anlagen gebaut, die ein altersgerechtes Wohnen inklusive Apartment für eine Betreuungsperson ermöglichen. Eine Grundstücksparzelle ist auf der Südseite des Starenwegs noch frei.

Die Bebauung mit lauter Einzelhäusern habe sich überholt, kommentierte Bürgermeister Michael Asam. Der Bedarf sei inzwischen anders. Deshalb habe man den Auftrag an den Architekten übermittelt, im Baugebiet auch Mehrfamilienhäuser zu berücksichtigen.

Den Anstoß dazu hatte Gemeinderat Herbert Salzmann (SPD) bereits im Dezember 2019 im Gemeinderat gegeben. Mehrfamilienhäuser seien dort keine Fremdkörper. Der Bedarf an Wohnungen sei genauso gegeben wie die Nachfrage nach Baugrundstücken.

14.000 Quadratmeter

Das Gebiet, das überplant wird, ist 1,4 Hektar groß. Das Feld gehörte zu einer Landwirtschaft in Peiting, die inzwischen aufgelassen ist. Nicht gelungen ist es der Marktgemeinde allerdings, die ungefähr gleich große Fläche westlich davon (zur Drosselstraße hin) zu erhalten. Sie gehört einem anderen Eigentümer. Aber da hätten Besitzer und Gemeinde in den Verhandlungen keine Übereinkunft erzielt, lässt zweiter Bürgermeister Franz Seidel (BVP) auf Nachfrage des Kreisboten durchblicken.

Norbert Merk (CSU) war es wichtig, dass die Tiefgarage unter den zwei Wohnanlagen 18 Stellplätze aufnimmt – und nicht nur 17, wie es in der Planung steht. Die Zahl der Parkplätze soll genau der entsprechen, wie viele Wohnungen es in den beiden Gebäuden sind.

Hermann Mödl (BVP) erkundigte sich seinerseits nach der Erschließung. Der Unterfeldweg, der zur Münchner Straße führt, sei schließlich schmal. Dazu hieß es, dass die meisten Leute in das neue Quartier gelangen, wenn sie mit ihren Autos oder Rädern von der Schongauer Straße auf die Drosselstraße abbiegen.

Herbert Salzmann brachte noch das Stichwort Fotovoltaik. Dies sei bei einem Wiederkehr auf den Mehrfamilienhäusern schwierig, meinte Fabian Kreitl vom Marktbauamt. Da müsse man abwägen, ob der energetische Aspekt wichtiger sei oder die städtebauliche Sichtweise. Dazu wurde abgestimmt. Eine deutliche Mehrheit war gegen ein drittes Vollgeschoss und für ein Dachgeschoss mit Wiederkehr, wenngleich damit weniger Platz für Fotovoltaik-Module verbleibt. Die Wohnqualität sei höher zu bewerten als einige Quadratmeter Fotovoltaik-Flächen, befand Bürgermeister Asam. 

jj

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