Rundgang bei Hoerbiger:

Hybrid auf dem Vormarsch

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Der schaut vorne ja aus wie eine Waschtrommel: Einer der beiden neuen Prüfstände im Versuchszentrum. Auf dem Bild von links Dr. Ansgar Damm (Leiter Forschung und Entwicklung), Mark Meier (Testbereich), Prüfstands-Ingenieur Christian Ernst und Peter Echtler (Vorentwicklung).

Peiting/Schongau – Das Versuchszentrum des Hoerbiger-Unternehmensbereich Drive Technology (Antriebstechnik) in Peiting ist um zwei Prüfstände erweitert worden. Sie werden für die Erprobung von Komponenten und Systemen für Elektro- und Hybrid-­Antriebe eingesetzt. Auf den beiden Anlagen testet das Unternehmen neue Anwendungen und Produkte. Damit will man dem Trend in Richtung Hybridisierung (Kombi aus Batteriebetrieb und Verbrennungsmotor) und in Richtung Elektroautos Rechnung tragen.

„Wir sehen da unglaubliche Chancen für uns“, kommentierte Dr. Ansgar Damm, der Leiter für Forschung und Entwicklung bei einem Pressetermin. Er betonte den Aspekt „Wir entwickeln selber.“ Und er schob den Satz hinterher: „Hier haben wir das Know-how.“ Am größeren der beiden Prüfstände, in die jeweils ein mittlerer sechsstelliger Betrag investiert wurde, ist ein Kühlaggregat angebaut, das arktische Temperaturen bis minus 30 Grad simulieren kann. Analysiert werden an beiden Anlagen mehrere 100.000 Schaltabläufe.

Das Versuchszentrum in Peiting ist eine zentrale Säule für die Entwicklung und Erprobung aller Produkte, Systeme und Anwendungen des Unternehmensbereichs Drive Technology. Auf 23 Anlagen werden die Einsatzmöglichkeiten der Produkte überprüft und technische Daten wie zum Beispiel Lebensdauer, Wirkungsgrad oder Schwingverhalten ermittelt. Die Art der Versuche ist ebenso unterschiedlich wie die Produkte, die überprüft werden. So finden Tests zu Materialkennwerten oder Festigkeiten der Schaltelemente, aber auch Komponenten-Erprobungen von kompletten Synchronisierungen statt.

Bessere Energieeffizienz

Die zwei neuen Prüfstände testen Anwendungen und Systeme, die mit den klassischen Synchronisierungs-Produkten von Hoerbiger sehr eng verwandt sind und besonders die Energieeffizienz bei Autos erhöhen. Ein Beispiel dafür sind Entkopplungselemente für Antriebsstränge, wie sie für Fahrzeuge mit Allradantrieben benötigt werden. Weitere ressourcenschonende Produkte sind alternative Schalt­elemente für Automatikgetriebe und innovative Synchro- und Reibsysteme für Hybrid- und Elektroantriebe.

Mit den neuen Prüfständen könne Hoerbiger Kupplungen und innovative Schaltelemente „erproben, beurteilen und optimieren“, erklärte Dr. Ansgar Damm, Leiter Forschung und Entwicklung, neulich bei der Presseführung. Zusammen mit Mark Meier (Versuchsbereich) und Peter Echtler (Vorentwicklung) schilderte er, dass Hoerbiger den Kunden bei den Themen Effizienz, Hybridisierung und Elektro-Fahrzeug ein kompetenter Ansprechpartner sein und ihnen passende Produkte liefern wolle.

Hoerbiger testet in Peiting an sechs Prüfständen alternative Anwendungen im Automotive-Bereich. Das Versuchszentrum sei die Basis der Innovationskraft im Unternehmensbereich und werde künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen, hieß es bei dem kurzen Rundgang. Im Versuchszentrum sind es 19 Mitarbeiter, unter ihnen sowohl Ingenieure als auch Werkzeugmechaniker, die zuvor eine spezielle interne Qualifikation gemacht haben. In der gesamten Entwicklung sind 65 Männer und Frauen beschäftigt. An den Standorten im Landkreis Weilheim-Schongau hat Hoerbiger mit den drei Unternehmensbereichen Kompressortechnik, Antriebstechnik und Hydraulik 1.600 Mitarbeiter. Weltweit sind es 6.800 Mitarbeiter.

Johannes Jais

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