Zwei Querungshilfen für Fußgänger

Sicherer über die Bahnhofstraße

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Die geplanten Standorte der beiden Querungshilfen. Ganz im Norden die Butterwerks-Kreuzung.

Schongau – Wenn möglich noch in diesem Jahr sollen die Ampelanlagen rund um die Schongauer Altstadt erneuert werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat im Dezember gefasst. Dabei kam auch der Wunsch nach einer Querungshilfe für Fußgänger in Höhe des Buchenwegs auf. Seit der Bauausschusssitzung am Dienstag steht fest: Es werden nicht nur eine, sondern gleich zwei neue Querungshilfen in der Bahnhofstraße gebaut.

Zu Beginn gab Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand des Projekts, das die Stadt und das Staatliche Bauamt gemeinsam vorantreiben. Die Ausführungsplanung für die Erneuerung der Ampeln sei fast fertiggestellt, aktuell werde die Ausschreibung vorbereitet. Vorschläge wie die zusätzliche Insel an der Münztor-Kreuzung oder die Fußgängerampel am Jugendheimweg seien eingearbeitet worden, genau wie die zusätzliche Querungsmöglichkeit auf der Südseite der Butterwerkskreuzung. Soweit, so bekannt.

Neu für die Bauausschussmitglieder hingegen war, dass im Bereich der Sperrfläche zwischen Lidl und Dänischem Bettenlager eine Querungshilfe für Fußgänger errichtet werden soll. „Das war eine Forderung von Polizei und Landratsamt“, berichtete Blockhaus. Hintergrund sei, dass besagte Sperrfläche von Autofahrern oft als Verlängerung der Abbiegespur Richtung Altstadt missbraucht werde. Dem wolle man durch die bauliche Veränderung entgegenwirken. Die Kosten für die Querungshilfe trage das Staatliche Bauamt.

Damit kam Blockhaus zum Vorschlag von Ilona Böse. Die SPD-Stadträtin hatte in der Dezember-Sitzung angeregt, eine Querungshilfe im Bereich des Kastanien- und Buchenwegs zu errichten, um für die Bewohner des östlich der Bahnhofstraße gelegenen Wohnviertels eine sicherere und direkte Fußwegverbindung zur Altstadt zu schaffen. 

„Wir haben das geprüft, es wäre möglich und auch das Staatliche Bauamt hat keine Bedenken“, sagte der Stadtbauamtsmitarbeiter. Allerdings nicht unmittelbar im Einmündungsbereich, sondern ein Stück weiter nördlich, weil sonst die Straßenbreite nicht ausreiche. Doch stelle sich die Frage, ob es tatsächlich neben der neu geplanten noch einer zweiten Querungshilfe in unmittelbarer Nähe bedürfe. „Wir schlagen Ihnen vor, erst einmal abzuwarten“, so Blockhaus. Zumal die Stadt die Kosten dafür in Höhe von rund 15 000 Euro komplett aus eigener Tasche stemmen müsste.

Im Gremium jedoch war man anderer Meinung. Ilona Böse sprach von einem „dringenden Wunsch“ der Anwohner, den man umsetzen sollte. Auch Paul Huber (CSU) und Siegfried Müller (ALS) hielten eine weitere Querungshilfe für angebracht. „Niemand läuft freiwillig einen Umweg.“ Nur Monika Maucher (UWV) äußerte sich anfangs skeptisch, stimmte aber letztendlich wie alle anderen Gremiumsmitglieder für die zweite Insel.

Christoph Peters

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