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Zweiter Sanierunsabschnitt am Kollegstufenbau in Schongau

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Von: Astrid Neumann

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Kollegstufenbau Schongau Mittelschule
Besonders das Nebeneingangsportal des sogenannten Kollegstufenbaus muss für die Nutzung durch die Mittelschule (im Hintergrund) erneuert werden. Auch diverse Stellen am Putz sind zu sanieren. © Schorer

Schongau – Für den sogenannten Kollegstufenbau der Mittelschule steht ein zweiter Sanierungsabschnitt an. Der Stadtrat entschied sich in seiner jüngsten Sitzung für eine abgespeckte – und damit kostengünstigere – Variante.

Im Wesentlichen sind die Sanierungsarbeiten am Kollegstufenbau bereits im vergangenen Jahr durchgeführt worden, so Stadtbaumeister Sebastian Dietrich in der Sitzung. Um das Gebäude jedoch dauerhaft für die Schulnutzung zu ertüchtigen, stehen nun weitere Maßnahmen an. Insbesondere während der Generalsanierung der Mittelschule werde der Kollegstufenbau eine intensivere Nutzung erfahren, so Dietrich.

Im Einzelnen sind dafür diverse Arbeiten geplant. Dazu gehört neben Maler- und Spenglerarbeiten auch die Modernisierung der Beleuchtung und der Elektroverteilung. An der Fassade muss vor allem das Nebeneingangsportal erneuert und an der Ostfassade eine absturzsichernde Verglasung angebracht werden. Auch der Putz muss an mehreren Stellen ausgebessert werden. Hierfür liegen die Kosten bei rund 140.000 Euro.

Sanierung der Fenster am Kollegstufenbau in Schongau?

Zusätzlich dazu würde die Sanierung der Fenster und eine entsprechende Verschattung mit rund 180.000 Euro zu Buche schlagen. Die Bestandsfenster seien derzeit im Wesentlichen funktionsfähig und könnten über eine gewisse Zeit noch weiter genutzt werden, so der Stadtbaumeister.

Hier müsse man vor allem auch die prognostizierte Nutzungsdauer des Gebäudes berücksichtigen, erklärte Dietrich. Aktuell sei dies allerdings einer Vielzahl von gegenläufigen Entwicklungen unterworfen. Zwar sinken derzeit die Schülerzahlen im Mittelschulsektor, andererseits steigt jedoch die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung. In der Mittelschule Schongau ist jüngst ein Rückgang von 24 auf 23 Klassen erfolgt.

Der Stadtrat hatte nun darüber zu entscheiden, ob nur Baustein A, also die Maßnahmen wie Fassade, Putz sowie Maler- und Spenglerarbeiten, in Angriff genommen werden soll oder zusätzlich auch Baustein B (Fenster). Bei der Realisierung der beiden Bausteine würden Kosten von insgesamt 320.000 Euro anfallen.

Generell sei er zwar dafür Energie einzusparen, aber die Fenster zu sanieren ohne auch die Fassade neu zu machen, halte er nicht für sinnvoll, so Stadtrat Martin Schwarz (SPD). „Tatsächlich könnte das Schimmel nach sich ziehen“, stimmte Dietrich ihm im Hinblick auf die Dämmung zu.

Frage nach der weiteren Zukunft des Gebäudes

„Wie soll‘s mit dem Kollegstufenbau weitergehen?“ Diese Frage müsse man sich zuerst einmal stellen, befand Gregor Schuppe (ALS). Entweder man ertüchtige ihn ganz oder eben nur für die kurzfristige Nutzung. Die hier vorgestellte Variante mit den Bausteinen A und B bezeichnete er als „weder Fisch noch Fleisch“.

Einstimmig sprachen sich die Stadträte dafür aus, jetzt nur Baustein A umzusetzen. Die vorgestellten Maßnahmen werden in den Haushaltsentwurf 2022 aufgenommen. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Schritte zur Durchführung der Maßnahmen in die Wege zu leiten. Der Kostenansatz liegt dabei bei 140.000 Euro.

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