"Gelebte Bürgernähe"

Zwischenfazit: Bernbeurens Bürgermeister Karl Schleich im Gespräch

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Seit 100 Tagen im Amt: Karl Schleich.

Bernbeuren – Seit Anfang Mai haben einige Gemeinden in der Region ein neues Oberhaupt. Nach 100 Tagen im Bürgermeisteramt ziehen sie im Kreisboten eine erste Bilanz. Heute: Karl Schleich aus Bernbeuren.

Wie hat sich Corona auf ihre ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt ausgewirkt?

Schleich: „Die finanzielle Situation ist Corona-bedingt schwieriger geworden. Da diesen Sommer keine größeren Veranstaltungen stattfinden, ist mein Terminkalender etwas entspannter und so bleibt mehr Zeit, sich in Sachthemen einzuarbeiten.“

Welche der Projekte, die Sie im Wahlkampf als vorrangig herausgestellt haben, haben Sie bereits in Angriff genommen?

Schleich: „Die Sanierung der Trinkwasserversorgung wurde fundiert in Angriff genommen und wir stehen kurz vor der Auftragsvergabe. Das Kommunale Denkmalkonzept steht kurz vor der Beauftragung. Es soll das ‚Schnitzer‘ und ‚Filser‘ umgreifen. Dazu haben wir konstruktive Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege in München geführt. Bürgernähe lebe ich im Amt und privat.“

Decken sich Ihre Erwartungen an das Bürgermeisteramt mit den bisher gewonnenen Erfahrungen?

Schleich: „Im Großen und Ganzen, ja. Die Komplexität der Aufgaben ist noch größer als angenommen.“

Welche Themen stehen beim Blick in die nahe Zukunft ganz oben auf Ihrer To-do-Liste?

Schleich: „Die aktuellen Probleme werden uns die nächsten Jahre noch beschäftigen. Weitere Themen sind Wegebau, Gewerbegebiet, Baugebiete, Konsolidierung des Haushalts.“

Viele Kommunen befürchten in Zukunft deutlich geringere Steuereinnahmen. Trifft das auch auf Ihre Gemeinde zu. Wenn ja, welche Konsequenzen werden Sie daraus ziehen?  

Schleich: „Das trifft auch auf Bernbeuren zu. Da wir im Vergleich zum Landesdurchschnitt weniger Gewerbe haben, fallen hier die Mindereinnahmen nicht so deutlich aus. Die Grundhaltung ist aber trotzdem: sparen wo möglich und investieren wo nötig.“

Unterscheidet sich Ihr Führungsstil von dem Ihres Vorgängers?

Schleich: „Durch mein Studium der Sozialen Arbeit bin ich sehr gut geschult in Teamführung und Teamentwicklung und Kommunikation. Das merkt man an der sehr guten und positiven Stimmung in der Verwaltung, im Gemeinderat und im Kontakt mit den Bürgern.“

Was möchten Sie ihrer Bürgerschaft besonders ans Herz legen?

Schleich: „Den positiven Blick in die Zukunft bewahren. Offen und herzlich im Umgang bleiben. Gemeinsam an der Gestaltung einer guten Zukunft arbeiten.“

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