Abbruch und Neustart

Blick in die ehemalige Discothek.

Mit dem Abriss des Illerstadions begann vor kurzem die Bauphase für das Trendsportzentrum, das auf dem Gelände der Stadiongesellschaft entstehen wird. Der Neubau soll im kommenden Sommer bereits fertig stellt sein und ab Herbst genutzt werden.

Ein wenig wehmütig schauten Max Osterhammer und Wolfgang Deppe zu, als der Bagger große Balken und Blechteile aus dem Dach des Gebäudes hob. Osterhammer kam 1959 nach Sonthofen und war als Mitglied im Schützenverein „gleich mit dabei“, als das Illerstadion Großbaustelle des TSV Sonthofen und der Königl. Priv. Schützengesellschaft war. Der Beton sei damals noch weitgehend von Hand geschaufelt worden, so Osterhammer. 1962 war dann das Eröffnungsschießen auf der Anlage. Die Kegelbahn wurde später durch eine Disco ersetzt, die Ende der 1990er Jahre dicht machte, erinnert sich Osterhammer an die wechselvolle Nutzung des Gebäudes. „Das waren keine einfachen Zeiten, als der Sportplatz und später das Stadiongebäude errichtet wurden“, erinnert sich Stadtrat Wolfgang Deppe. Ohne großartige Eigenleistung und ehrenamtliches Engagement hätten der TSV Sonthofen und die Schützengesellschaft den Kraftakt nicht bewältigt. Die Durststrecke der „stadionlosen Zeit“ soll möglichst kurz gehalten werden. Sobald die Abbrucharbeiten am Gebäude abgeschlossen sind, sollen die Altlasten im Untergrund - zum Teil eine frühere Hausmülldeponie - fachgerecht aufgearbeitet werden, skizziert Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre den Marschplan für den Neubau des Trendsportzentrums. Noch vor dem Winter soll das Fundament fertig gestellt sein, im kommenden Frühjahr die beiden Obergeschosse und der Kletterturm. Bis September könnten der Gastronomietrakt und die Soccerhalle fertig sein, um einen regulären Spielbetrieb aufzunehmen.

Meistgelesen

In Oberstdorf wird Wasser zu Bier
In Oberstdorf wird Wasser zu Bier
Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
Nordische Ski-WM ein kostspieliger Spaß
Nordische Ski-WM ein kostspieliger Spaß

Kommentare