Abschluss der Flurneuordnung in Unterjoch

21 landwirtschaftliche Wege für bessere Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft

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Freuten sich über eine gelungene Flurneuordnung in Unterjoch: Christian Kreye, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben mit Bürgermeisterin Dr. Sabine Rödel (von links), Friedrich Rampp (Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft), sowie stellvertretend für die Teilnehmergemeinschaft deren örtlicher Beauftragte, Johann Gehring mit Urkunde.

Bad Hindelang – Die Flurneuordnung in Unterjoch ist abgeschlossen. Ein positives Resümee zog jetzt Christian Kreye vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben im Rahmen einer Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft.

„Sie haben in der Flurneuordnung Unterjoch dazu beigetragen, etwas für die landwirtschaftlichen Betriebe zu tun, die Kultur- und Naturlandschaft gestärkt und auch für die kommunale Entwicklung des Marktes Bad Hindelang Wesentliches geleistet“, so der Leiter des Amtes mit Sitz in Krumbach.

Im Kematsriedmoos geben sechs Informationstafeln Einblick in die Entstehungsgeschichte, die ursprüngliche Nutzung und das Wiederbeleben des Moores.

Vor 15 Jahren startete die Flurneuordnung in Unterjoch. Es galt dabei, Verbesserungen für die bäuerlichen Betriebe in Bezug auf die Landbewirtschaftung zu erreichen. Die Interessen des Naturschutzes sollten dabei gewahrt werden. „Die Ziele wurden erreicht“, bestätigte jetzt der Amtsleiter. 21 landwirtschaftliche Wege mit einer Gesamtlänge von 14,2 Kilometern verbessern jetzt die Arbeitsbedingungen für die Landwirtschaft. Sie erschließen Hofstellen und Bewirtschaftungsflächen, halten Starkniederschlägen stand, überwinden Steigungen und erfüllen Anforderungen für touristische Zwecke und die Schneeräumung.

In intensiven Verhandlungen konnten kleinparzellierte Grundstücke mit 143 Besitzständen auf einer Fläche von 599 Hektar zusammengeführt werden. Ein wichtiges Thema in Unterjoch war der Moorschutz. In drei unterschiedlichen Moorbereichen, insbesondere im Kematsriedmoos, leisten Wiedervernässungen und Entbuschungen einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. In dem ökologisch sensiblen Gebiet gelang es, einen vertrauensvollen Konsens für die Umsetzung der Maßnahmen herzustellen. Sechs Informationstafeln entlang eines Rundweges mit Hackschnitzeln und Holzbohlen geben jetzt Einblick in die Entstehungsgeschichte, die ursprüngliche Nutzung und das Wiederbeleben des Moores. „Es entstanden abwechslungsreiche Strukturen, eine große Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren haben sich im Moor wiedergefunden“, freute sich Kreye. Der Leitende Baudirektor hob dabei die enge Kooperation mit der Kommune, den Naturschutzbehörden, dem Bund Naturschutz sowie der Jugendbildungsstätte Bad Hindelang hervor.

Die Gesamtinvestitionen für die einzelnen Projekte lagen bei 3,2 Millionen Euro. Hierfür wurden Zuschüsse in Höhe von 2,8 Millionen Euro von Bund und Land ausgereicht, der Markt Bad Hindelang steuerte rund 170 000 Euro und die Teilnehmer 240 000 Euro bei.

„All dies war nur durch großen Einsatz der Vorstandsmitglieder möglich, sie haben viel ehrenamtlich geleistet und sich einer komplexen Aufgabe gestellt“, sagte Kreye. Die gute Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern, Markt Bad Hindelang und dem Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben habe zum Erfolg geführt. Kreye würdigte insbesondere die Tätigkeit des Örtlich Beauftragten Johann Gehring, Pflanzmeister Joachim Huber und Wegbaumeister Max Steinmüller sowie der Vorstandsmitglieder Alois Weber, Herbert Landerer, Alois Gerung, Herbert Lipp und Gerhard Müller und überreichte entsprechende Urkunden.

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