Die Täter erbeuteten 10.000 Euro und täuschten sogar Bankmitarbeiter

Achtung: Telefonbetrug durch falsche Bankmitarbeiter im Oberallgäu

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Die Täter erbeuteten 10.000 Euro (Symbolbild)

Seit 5. Mai erhielten mehrere Personen im Raum Oberallgäu/Kempten Anrufe angeblicher Bank- und Sparkassenmitarbeiter. Hierbei wurde auf dem Display des Telefons die Telefonnummer des Geldinstituts angezeigt. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es den Tätern, sensible Daten zu erfragen und fast 10.000 Euro zu ergaunern.

Die Täter täuschten dabei den angerufenen Personen vor, dass die Gültigkeit ihrer Girocard verlängert werden müsse. Um dies telefonisch durchführen zu können, sei die Nennung der Daten der Girocard und anderer vertraulicher Daten dringend erforderlich. Mit den erlangten Daten riefen die Täter anschließend bei den Telefonhotlines der Banken der Opfer an und gaben sich dort als diejenigen Kunden aus, deren Daten erfragt worden waren. 

Den Tätern gelang es, auch die Bankmitarbeiter zu täuschen. So konnten die Täter in mindestens sechs Fällen telefonisch erreichen, dass die Bankmitarbeiter Geldüberweisungen auf Konten weiterer Tatbeteiligter durchführten. Wenig Verdacht schöpften die Bankmitarbeiter auch deshalb, da die Gelder auf Konten überwiesen wurden, die im gleichen Bankinstitut geführt wurden. Unmittelbar nach der Überweisung wurden die Gelder von den Konten abgehoben. Insgesamt erbeuteten die Täter so annähernd 10.000 Euro. 

Ermittlungen der KPI Kempten führten auf die Spur von sechs Tatbeteiligten. Federführend war eine 26-jährige Frau aus Kempten, die Personen aus ihrem Bekanntenkreis als Geldwäscher anwarb. Am 08.05.2020 durchsuchte die Kriminalpolizei Kempten die Wohnungen der Hauptverdächtigen. Dabei konnten verschiedene Beweismittel sichergestellt werden. Die betrügerisch erlangten Gelder waren bereits an die Hintermänner ins Ausland transferiert worden. 

Wie bereits im Zusammenhang mit Anrufen falscher Polizeibeamter mehrfach berichtet wurde, kann die Anzeige des Telefondisplays von den Täter problemlos manipuliert werden. Die angezeigte Rufnummer lässt also keinerlei Rückschlüsse auf den tatsächlichen Anrufer zu. Banken und Sparkassen erfragen telefonisch niemals sensible und geheime Daten. Im Zweifelsfall sollten Telefonate abgebrochen und persönlich mit der Bank Kontakt aufgenommen werden.

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