Älter werden mit Zukunft

Kemp

ten - Das Engagement im Stadtteil gab den Ausschlag. Die BSG-Allgäu wurde in einem Regionalwettbewerb der Wirtschaftsjunioren Schwaben und der IHK Schwaben für ihr generationenfreundliches Angebot ausgezeichnet. Der demografische Wandel stand im Zentrum der Veranstaltung in der IHK in Augsburg. Die Frage war: Wie bereiten sich Unternehmen darauf vor, dass die Älteren immer älter und die Jüngeren immer weniger werden ? Drei Unternehmen wurden dabei für ihre Generationenfreundliche Unternehmenspolitik und Ihr Engagement ausgezeichnet. Neben der Stadtsparkasse Augsburg und der Alko Kober AG in Kötz war dies als einziges Allgäuer Unternehmen die BSG-Allgäu in Kempten. Sie bekam den Preis in der Kategorie Dienstleistung. In der Laudatio wurde betont, dass sich das Unternehmen für die Generation 50 Plus bereits intensiv auf dem demografischen Wandel eingelassen hat. In Kempten baute der Preisträger barrierefreie Miet- und Eigentumswohnungen mit behinderten-gerechten Sanitär- anlagen und sanierte bestehende Objekte behindertengerecht. Ziel dieser Umbauten ist, dass es jungen und älteren Menschen ermöglicht wird, gemeinschaftlich zu leben. Für die Bedürfnisse der jüngeren Anwohner wurden beispielsweise Skaterflächen eingerichtet und Spielplätze gebaut. Mangels passender Einkaufmöglichkeiten schuf die BSG-Allgäu auch noch ein Minieinkaufszentrum mit allen wichtigen Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Die Finanzierung dieses Minieinkaufszentrums wurde unter anderem durch eine Genossenschaft ermöglicht, an der sich zunächst alle 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BSG-Allgäu beteiligt haben; weitere Anwohner zeichneten daraufhin Anteile, so dass eine starke Identifikation der Anwohner mit ihrem Stadtteil erreicht werden konnte. Dies hat die Jury des Preises besonders beeindruckt. IHK Präsident Dr. Andreas Kopton betonte bei der Überreichung des Preises, dass der demografische Wandel heute bereits Realität ist. Dabei könnte für die Wirtschaft der Fachkräftemangel das größte Problem werden. Dennoch könne man den demografischen Wandel auch als Chance sehen. Private Dienstleistungen, Neuprodukte im Gesundheits- und Wellnessbereich würden von der Generation 50 Plus vermehrt nachgefragt werden. Dr. Eva Fischer, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland, betonte, dass die Arbeitswelt noch mehr auf die Generation 50 Plus angepasst werden müsse. Außerdem verlangt sie, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund stärker integriert werden. Sie bringen, so Fischer, potentiale wie Mehrsprachigkeit mit. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse noch besser werden. hf

Auch interessant

Meistgelesen

Mächtig was los beim Stadtfest Sonthofen
Mächtig was los beim Stadtfest Sonthofen
Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Raubüberfall in Kempten
Raubüberfall in Kempten
Tödlicher Bergunfall am Hindelanger Klettersteig
Tödlicher Bergunfall am Hindelanger Klettersteig

Kommentare