Allgäu Airport: Tägliche Flüge nach Moskau

Der Allgäu Airport als Drehscheibe zu Osteuropa

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Mit Alphornmusik und Brezen wurden die Passagiere des Erstflugs auf dem Allgäu Airport begrüßt.

Memmingerberg – Der Flughafen Memmingen entwickelt sich beim Flugverkehr immer mehr zum Drehkreuz in Richtung Osteuropa. Seit 3. März fliegt die Fluggesellschaft Pobeda, eine 100-prozentige Tochter der größten russischen Airline Aeroflot, täglich die Strecke Memmingen-Moskau/Vnukovo.

Stilecht mit Alphorn-Bläsern, Dirndl und Brezen wurden die rund 120 Passagiere des Erstfluges am Allgäu Airport begrüßt. Natürlich durfte dabei auch die traditionelle Taufe der Maschine durch die Flughafenfeuerwehr nicht fehlen. Mit an Bord der Boing 737-800 waren unter anderem der CEO der Low Cost Airline Pobeda, Andrey Kalmykov und Flughafen-Gründungsgesellschafter Wolfgang E. Schultz (Firma Magnet-Schultz) sowie einige russische Pressevertreter. Beim anschließenden Pressegespräch unterstrich Andrey Kalmykov die Bedeutung der neuen Verbindung zwischen dem Süden Deutschlands und der russischen Metropole. Er rechne dort mit einem interessanten Mix aus Touristen, Geschäftsleuten und Menschen, die ihre Wurzeln in Russland haben, betonte Kalmykov. Auch Konsul Nikita Matveev vom russischen Generalkonsulat in München war zum Auftakt der neuen „Luftbrücke” zwischen Memmingen und seinem Heimatland vor Ort. „Wir sind ein Europa und Russland zählt auch dazu. Dieser große Schritt über diese Entfernung hinweg ist ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung”, erklärte Wolfgang E. Schultz. „Besser man spricht miteinander als übereinander.” Die neue tägliche Verbindung nach Moskau/Vnukovo sei ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Allgäu Airport, der im nächsten Jahr bereits sein zehnjähriges Bestehen als dritter Verkehrsflughafen Bayern feiern könne, hob Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid hervor. „Wir erwarten in diesem Jahr deutlich mehr als 900.000 Passagiere”, so Schmid. „2017 wollen wir dann an der Eine-Million-Marke kratzen.” Pobeda-Chef Andrey Kalmykov rechnet allein auf dieser neuen Verbindung mit 100.000 Passagieren jährlich, da eine Analyse ergeben habe, dass es für Süddeutschland, Österreich und die Schweiz ein Kundenpotential vor allem aus den Bereichen Tourismus und Geschäftsreisen gebe. Die russische Fluggesellschaft Pobeda (was übersetzt „Sieg” bedeutet) unterhält zur Zeit eine Flotte von zwölf Boing 737-800NG der Baujahre 2014 und 2015. Täglich erscheint nun auf den Anzeigetafeln des Allgäu Airport das Ziel Moskau. Der rund dreistündige Flug startet um 13 Uhr mit dem Ziel Flughafen Moskau-Vnukovo, der etwa 30 Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum liegt. In 35 Minuten erreicht man mit der Nonstop-Zugverbindung Aeroexpress die City. Die günstigen Ticketpreise – der einfache Flug ist bereits ab zwölf Euro (entspricht etwa 99 Rubel) auf www.pobeda.aeoro erhältlich – tragen ihren Teil zur Attraktivität der neuen Flugverbindung bei. Allerdings sollte auch die Dauer zur Ausstellung eines kostenpflichtigen Visums bei der Buchung einkalkuliert werden. Diese liegt nach Auskunft von Konsul Nikita Matveev bei etwa einer Woche. Mit Moskau und Kutaisi, der zweitgrößten Stadt Georgiens, die ab September ab Memmingen angeflogen wird, bietet der Allgäu Airport im Jahr 2016 elf Ziele in Osteuropa an – Tendenz steigend.

Drehkreuz zu Osteuropa

mb

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