Aktionsbündnis Milchdialog fordert bessere Bezahlung

„Die Hütte brennt!“

Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft stehen neben Traktoren
+
Mindestens 15 Cent mehr pro Kilogramm Milch, mindestens 1 Euro mehr pro kg Rindfleisch und 50 Cent mehr pro kg Schweinefleisch fordert das Aktionsbündnis „Milchdialog“

Allgäu – Angesichts immer weiter steigender Kosten und stetig wachsender Auflagen bei niedrigsten Erlösen für Milch, Fleisch und Nutzkälbern, ist die wirtschaftliche Lage, vieler tierhaltenden Betriebe, sehr angespannt. Während der Corona-Pandemie hat sich die Situation deutlich zugespitzt. Daher hatte das Aktionsbündnis „Milchdialog“ Bäuerinnen und Bauern deutschlandweit unter dem Motto „Die Hütte brennt!“ dazu aufgerufen, bei Molkereien und Schlachtbetrieben vorstellig zu werden, um konkrete Preiserhöhungen zu fordern.

Diese lauten: mindestens 15 Cent mehr pro Kilogramm Milch, mindestens 1 Euro mehr pro kg Rindfleisch und 50 Cent mehr pro kg Schweinefleisch. Schlachthofbetreibern, Molkereien, Mühlen sowie weitere Abnehmer der landwirtschaftlichen Urprodukte hatten eine Woche Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, warum die aktuellen Preise für die Landwirte nicht kostendeckend sind. Außerdem sollten sie sich damit beschäftigen, welche Möglichkeiten es von ihrer Seite gibt um den Bauern einen höheren Erlös für deren Produkte auszahlen zu können. Bei der Übergabe des Katalogs an den Vertreter der Milchverwertung Ostallgäu MVO in Rückholz, Hermann Schindele, begründete Georg Martin von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft AbL, die Forderungen unter anderem damit, dass sich seit 25 Jahren das Milchpreisniveau nicht erhöht habe, die Produktionskosten in dieser Zeit sich jedoch beinahe verdoppelt hätten, und die Lohnsteigerung der Molkereiangestellten von 2000 bis 2019 rund 73 Prozent betrage. Schindele zeigte Verständnis für das Anliegen der Landwirte, da er selbst von einem Hof stamme und die gelernter Landwirt ist. Jedoch müssten die Milchprodukte, die nicht im Inland abgesetzt werden, auf dem globalen Markt verkauft werden.Das drücke den Preis, gab er zu bedenken.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

News-Ticker: Inzidenz im Oberallgäu bei 37,2
News-Ticker: Inzidenz im Oberallgäu bei 37,2
Brand in Kranzegg: 50 Rinder verenden in Stallung
Brand in Kranzegg: 50 Rinder verenden in Stallung
Corona "Drive-In" in Sonthofen und Kempten öffnen wieder
Corona "Drive-In" in Sonthofen und Kempten öffnen wieder
Impfzentren starten: Vormerkungen für Menschen ab 80 Jahre
Impfzentren starten: Vormerkungen für Menschen ab 80 Jahre

Kommentare