Alles auf einer Trumpfkarte

Birgit Wegner (links) von der OATS und Landrat Gebhard Kaiser sind stolz auf die „Trumpfkarte“. Foto: Josef Gutsmiedl

In acht Jahren seit der Einführung im Jahr 2002 hat sich die moderne elektronische Gästekarte, die Allgäu-Walser-Card, zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Zwischenbilanz für eine „Trumpfkarte". Allein seit Anfang diesen Jahres wurde die Allgäu-Walser-Card fünf Millionen mal eingesetzt für ein Leistungspaket das seinesgleichen sucht. Lästiger Kartenkauf an der Bergbahn ist passé – die moderne AWC macht den Weg frei.

Entsprechend stolz sind der Oberallgäuer Landrat, Gebhard Kaiser, und die Geschäftsführer der Oberallgäuer Tourismus Service GmbH, Birgit Wegner und Ulrich Hüttenrauch. „Das System der Allgäu-Walser-Card ist eine Datenautobahn", vergleicht Hüttenrauch das moderne Gästekarte-Konzept. Und die Software, das System, das rund um die Uhr verlässlich Daten „verschickt“ und bearbeitet, laufe sehr zuverlässig. Das sei sogar „Schwerlastverkehr", so Hüttenrauch zum aktuellen Datenvolumen. Und die Abrechnung klappe perfekt. Ein schweres Paket ist die Allgäu-Walser-Card allemal: 136 Freizeitpartner sind auf der Chipkarte vertreten - Bergbahnen, Freizeitbäder, Museen und Outdoor-Anbieter, Busse und Bahnen und viele mehr. Für das laufende Jahr rechnet Geschäftsführerin Birgit Wegner mit mehr als acht Millionen Nutzungen. „Das sind rund 20000 Kartennutzungen pro Tag", so Wegner. 327000 Karten sind derzeit im Umlauf. Sie werden (anonymisiert) als Gästekarte von den Vermietbetrieben an Urlauber ausgegeben und sind während des Aufenthaltes „scharf“, sprich freigegeben zur Nutzung. Noch mehr Erfolgsstatistik: 320000 Paketverkäufe bei 1,8 Millionen Gästeankünften. Wegner: „Das heißt: jeder sechste Gast nutzt die Karte in der einen oder anderen Form." Im vergangenen Jahr waren es fast 6,7 Millionen Nutzungen. Die Allgäu-Walser-Card öffnet Türen und weist Wege - etwa als Urlaubskarte für den Öffentlichen Personennahverkehr im südlichen Landkreis für 7 und 14 Tage, oder als Bergbahn-Paket, gültig für 14 Lifte und Bergbahnen. Die Allgäu-Walser-Card hat schon zwei „Kinder" - Oberstaufen plus und Bad Hindelang plus heißen die Ableger, die auf die bewährte Technik der AWC setzen, aber mit speziellen lokalen Trümpfen ausstatten. Ohne die Allgäu-Walser-Card hätte die Karte Bad Hindelang plus nicht realisiert werden können", betont Eric Enders, Geschäftsführer der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch. Die spezielle Karte als Einzellösung wäre auch nicht finanzierbar gewesen, ergänzt Enders. „Viele haben über Kartensysteme geredet, wir haben gehandelt", freut sich Landrat Kaiser über den Erfolgsweg der Allgäu-Walser-Card. Die AWC habe sich längst bewährt und sei inzwischen Vorbild. Langfristig wünsche er sich, dass die Inklusivangebote ausgebaut würden zu einer Karte „Oberallgäu plus" oder „Allgäu plus".

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