Im Allgäu sind 12.340 Menschen arbeitslos

Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt

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Der März brachte eine leichte Senkung der Arbeitslosenquote im Allgäu.

Allgäu – Zum Start ins Frühjahr ging es mit dem Arbeitsmarkt im Allgäu weiter aufwärts. Das meldet die Agentur für Arbeit in ihrer Pressemitteilung zum Arbeitsmarkt im März. Weniger Menschen waren bei den Vermittlern arbeitslos gemeldet. Geleichzeitig bewegte sich der Bedarf an Arbeitskräften auf anhaltend hohem Niveau.

„Der Arbeitsmarkt startete gut ins Frühjahr. Weniger Menschen waren ohne Beschäftigung, das gilt sowohl im Vergleich zum Vormonat wie auch zum März des vergangenen Jahres“, sagt Peter Litzka, Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Ein weiteres Ergebnis bestätigt die insgesamt gute Entwicklung im Allgäu. Nach aktuellen Daten arbeiteten zuletzt mehr als 256 000 Menschen in unserer Region sozialversicherungspflichtig, die höchste Zahl seit der Wiedervereinigung.“

Im März waren im Bereich der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen 12 340 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das bedeutete einen Rückgang um knapp 400 Menschen im Vergleich zum Monat zuvor. Eine Verbesserung zeigt auch der Vergleich mit dem März des Vorjahres. Seinerzeit waren 174 Menschen mehr ohne Beschäftigung.

Die Arbeitslosenquote ging im März auf 3,4 Prozent nach unten, sie lag damit um 0,1 Prozentpunkte günstiger als im Februar. Anhaltend stabil zeigte sich die Nachfrage nach Arbeitskräften. Annähernd 5 500 Stellenangebote stellten Betriebe insgesamnt zur Verfügung, ähnlich viele wie bereits im Februar.

Im März sprachen 1 470 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit neu bei den Vermittlern vor, die niedrigste Zahl der letzten Monate. Gleichzeitig konnten mehr als 1 700 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden und in eine neue Beschäftigung starten. Darunter befand sich eine ganze Reihe von Kräften, die eine Tätigkeit beim früheren Arbeitgeber wieder aufnahm. Nach der „Winterpause“ nahmen Maurer, Geräteführer und Gartenbauer wieder eine Beschäftigung auf. Insbesondere in den nächsten Wochen erwarten die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit zahlreiche weitere Arbeitsaufnahmen für Tätigkeiten im Freien. Wenn man sich die Gesamtentwicklung der letzten Jahre betrachtet, zeigt sich der Arbeitsmarkt im Allgäu weiter stabil.

Anhaltende Kräftenachfrage

Für Vermittlungsbemühungen standen im Arbeitgeberservice insgesamt knapp 5 500 Stellenangebote aus der Region zur Verfügung, mehr als 1 600 Beschäftigtungsmöglichkeiten meldeten Arbeitgeber neu zur Besetzung. Ein ausgeprägter Bedarf herrschte rund um den Werkstoff Metall mit rund 300 zusätzlich gemeldeten Jobangeboten. Industriemechaniker, Schweißer und CNC-Kräfte waren gefragt. Mehr als 80 neue Arbeitsstellen aus der Elektro- und Energietechnik sorgten für weitere Vermittlungsaktivitäten. In der Hotellerie/Gastronomie ergaben sich insbesondere im südlichen Oberallgäu sowie am Bodensee Chancen auf eine neue Beschäftigung. Für den gesamten Agenturbezirk gingen für diese Bereiche gut 170 Arbeitsstellen neu ein.

Regionale Entwicklung 

Der Jahresvergleich zeigt, dass der Arbeitsmarkt in nahezu allen Regionen des Allgäus besser dasteht als im Vorjahr. Von Lindau über Sonthofen bis nach Mindelheim waren weniger Menschen ohne Beschäftigung als im März des Vorjahres. Besonders günstig sieht die Situation im Wirtschaftsraum Mindelheim aus. Hier ging die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich um 0,4 Prozentpunkte zurück. Aktuell konnte diese Region als einzige im Agenturbezirk bei der Arbeitslosenquote bereits wieder eine Zwei vor dem Komma vorweisen. Im Wirtschaftsraum Sonthofen sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent.

Neuer Höchststand

Ende September 2015 standen im Allgäu gut 256 600 Menschen in einem sozialversicherungsprlichtigen Beschäftigungsverhältnis, die höchste Zahl seit der Wiedervereinigung. Besonders das verarbeitende Gewerbe verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Plus von mehr als 2 400 Mitarbeitern. Im Gesundheitswesen, im Gastgewerbe sowie bei Heimen arbeiteten ebenfalls mehr Menschen als im Jahr zuvor. Daneben erzielten das Baugewerbe und der Bereich Erziehung und Unterricht Zuwachs.

Seit der Einführung der Grundsicherung, „Hartz IV“, werden arbeitslose Menschen von der Agentur für Arbeit und in den Jobcentern betreut. Beide Bereiche entwickelten sich im März unterschiedlich. Während auf Seiten der Arbeitsagentur ein Rückgang zu verzeichnen war – 6 971 Menschen waren hier arbeitslos gemeldet, gut 500 weniger als noch im Februar – kümmerten swich die sieben Jobcenter im Agenturbezirk um 5 369 Menschen, 120 mehr als im Vormonat.

Im Landkreis Oberallgäu waren im März 2 480 Menschen arbeitslos gemeldet, 27 mehr als im Vormonat, 12 mehr als im März 2015. Dies entspricht einem Zuwachs der Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent im Vergleich zum Februar.

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