Das Allgäu als strahlende WM-Bühne

Schlag auf Schlag in Immenstadt: Einen Tag nach dem traditionellen Allgäu Triathlon gab es mit der Langdistanz-WM der Triathleten eine Premiere. Neben 60 Elite-Läufern aus 30 Nationen gingen auch fast 700 „Amateure“ ins Rennen. Sylvain Sudrie aus Frankreich, im Vorjahr Zweiter der WM, siegt nach dem Dreikampf aus 4 Kilometern Schwimmen, 130 Kilometern Rad fahren und 30 Kilometern Laufen in 6:24:57 Stunden. Bei den Frauen holte sich die Schweizerin Carolin Steffen in 6:55 Stunden den WM-Titel 2010. Im offenen Amateuerwettbewerbs schoben sich etliche Allgäuer Sportlerinnen und Sportler unter die Top-50.

„Ein sehr hartes Rennen“, meinte Sylvain Sudrie, der neue Triathlon Weltmeister über die Langdistanz. Er habe kämpfen müssen, um die Führung im Rennen zu behalten und den Wettkampf nach 6:24:57 Stunden als Sieger beenden. Im Vorjahr war der Franzose Vize-Weltmeister, diesmal konnte er den Titelverteidiger, den Amerikaner Timothy O’Donnell auf Platz 2 verweisen. Nach einem weiteren Franzosen, Francois Chabaud, und dem Schweden Jonas Djurback, kam mit Konstantin Bachor der einzige Deutsche als Fünfter ins Ziel im Immenstädter Auwald-Stadion, wo rund 3000 Zuschauer den Zieleinlauf der Athleten verfolgten. Die neue Weltmeisterin, Caroline Steffen aus der Schweiz, wollte vor drei Wochen noch ihren WM-Start aus dem Wettkampfkalender streichen. „Nach dem zweiten Platz in Frankfurt vor drei Wochen war ich nur noch müde...“ Dann sei es aber wieder aufwärts gegangen und die Motivation für die WM war da. „Ein perfekter Tag“, zog die Weltmeisterin ihre Bilanz des Wettkampfs im Oberallgäu. „Schmerzende Beine und ein Glücksgefühl wechseln jeden Augenblick“, beschrieb Caroline Steffen ihre Empfindungen wenige Momente nach dem Sieg in 6:55 Stunden. Beste Deutsche wurde in 7:42 Stunden Anja Ippach. Der Erste im Feld der Amateure, Michael Wetzel, kam bereits 25 Minuten nach dem WM-Sieger ins Ziel. Auch für viele Allgäuer Triathleten gingen Erwartungen, die sie für ihren WM-Auftritt hegten, in Erfüllung. Eine stattliche Gruppe hatte sich unter die Top-50 des Amateurwettkampfs geschoben. „Hart, sehr hart“, waren sich alle einig, als sie sich im Zielbereich zur „Manöverkritik“ trafen. Tobias Aust vom RSC Kempten war auf Rang 31 bester Allgäuer WM-Athlet in 7:29 Stunden. Christian Grath vom SC Oberstaufen wurde bei der Premiere auf der Langstrecke mit 7:33 Stunden auf Platz 37 Zweiter seiner Altersklasse. „Sehr hart...“ auch sein Kommentar. „Nicht mein Tag“, fasste Axel Reusch vom TV Immenstadt seinen WM-Einsatz nach 7:35 Stunden (Platz 39) Wettkampfgeschehen zusammen. Der enge, neue Wettkampfanzug, vorgeschrieben für alle Teilnehmer, habe in der Atmung behindert, und ganz fit sei er ohnehin nicht in das Rennen gegangen. Ähnlich eindrucksvoll präsentierten sich die Allgäuerinnen beim „Heimspiel“ ihres WM-Einsatzes. Gerti Ott vom TV Memmingen kam nach 8:29 Stunden als 19. ein; dicht dahinter Vereinskollegin Sabine Kraus als 21. Auf Platz 32 landete Eva Übelhör (TV Immenstadt) mit 8:45 Stunden vor weiteren „alten Bekannten“ der Ausdauersport-Szene wie Anneliese Weber (TSV Mindelheim / 8:50), Alexandra Hagspiel (TV Immenstadt / 8:51) oder Alexandra Gundel (TV Memmingen / 8:54 Stunden). Ergebnisse unter www.triathlon-wm2010.com.

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